Die Ortsdurchfahrt B 246, Loburger Straße, in Schweinitz ist offiziell wieder für den Verkehr freigegeben. Der grundhafte Ausbau kostete knapp 416 000 Euro, über 50000 Euro weniger als geplant.

Schweinitz l "Ich bin stolz, dass wir mit der heutigen Freigabe auch die letzte Bundesstraßen-Ortsdurchfahrt fertiggestellt haben", machte Möckerns Stadtbürgermeister Frank von Holly (CDU) deutlich. Auch Landrat Steffen Burchhardt (SPD) brachte seine Freude über die sanierte Straße zum Ausdruck, nicht ohne darauf hinzuweisen, dass es in Zukunft aufgrund der finanziellen Situation schwerer wird, solche Baumaßnahmen zu verwirklichen.

Die Gesamtkosten für die Baumaßnahme belaufen sich auf 416 654,60 Euro. Damit lag man unter dem Planansatz von 470 000 Euro. Frank von Holly: "Ich freue mich Ihnen mitteilen zu können, dass die Kosten nicht über den in der Einwohnerversammlung angekündigten Kosten liegen." Die Fördermittel vom ALFF Stendal lagen bei 193 261,09 Euro.

Die Landesstraßenbaubehörde (LSBB) hatte 2012 mit der Planung begonnen. Baulastträger waren die LSBB für den Straßenbau und die Stadt Möckern für die Nebenanlagen und den Regenwasserkanal. Im Februar 2013 wurde durch Baumfällungen Baufreiheit geschaffen. Der Fördermittelbescheid des ALFF Stendal lag im Juli 2013 vor. Die Planungen waren dann im November 2013 abgeschlossen. Nach der Veröffentlichung der gemeinsamen Ausschreibung kam es im Dezember 2013 zur Angebotseröffnung, zum Submissionstermin und zur Ermittlung des wirtschaftlichsten Bieters.

Auf einer Versammlung im Januar 2014 wurden die Einwohner mit der Baumaßnahme vertraut gemacht. Nach der Fertigstellung der Umleitungsstrecke erfolgte dann im März diesen Jahres der Baubeginn. Die Avacon informierte im Juni 2014 über die Verlegung neuer Erdkabel für den gesamten Ortsbereich. Damit verbunden wurde zur Erneuerung der Straßenbeleuchtung in der Loburger Straße zunächst vorrangig veranlasst. Und im November konnte die Abnahme der Baustelle erfolgen.

Cindy Runge, die die erkrankte Ortsbürgermeisterin Edelgard Jahn vertrat, stellte einige Anekdoten aus der halbjährigen Bauzeit vor. So standen viele Schweinitzer vor der Frage, wo sie ihr Auto abstellen können. Die Grünanlage im Winkel wurde so zum Großparkplatz. Und die Umleitungsstrecke entwickelte sich zum Beschwerdeanlass Nummer eins. "Ich danke allen Anwohnern, die viel Nervenstärke bewiesen haben", so Cindy Runge.