Die Jugendweihe ist nach wie vor ein wichtiger Eckstein im Leben vieler junger Menschen. Gut 100 Mädchen und Jungen werden 2015 in Zerbst den Schritt in die Welt der Erwachsenen angemessen feiern. Anmeldungen für die Veranstaltung sind weiterhin möglich.

Zerbst l "Bislang haben wir gut 100 Anmeldungen für die Feier im nächsten Jahr", erzählt Susanne Bettführ. Sie leitet die Geschäftsstelle des Landesverbandes Sachsen-Anhalt der Interessenvereinigung Jugendweihe e.V. in Dessau-Roßlau. Am 16. Mai 2015 bildet die Zerbster Stadthalle die barocke Kulisse für den würdigen Übergang in das Erwachsenenleben. Mädchen und Jungen aus der Ganztagsschule Ciervisti, dem Gymnasium Francisceum und der Schule am Heidetor sowie der Förderschule in Güterglück werden sich an diesem Tag von ihrer Kindheit verabschieden.

In Vorbereitung auf den Festakt bietet der Jugendweiheverein den Achtklässlern vielfältige Veranstaltungen an. "Der Knigge-Kurs ist immer sehr beliebt", bemerkt die ehrenamtliche Mitarbeiterin Marlies Stolze mit Blick auf den Benimm-Workshop mit Imageberaterin Petra Eckert. Abgehalten wird jener dieses Mal im Park-Restaurant Vogelherd. Wer mag, kann sich ebenfalls als Designer versuchen und sein Jugendweihe-Outfit selbst entwerfen und anfertigen. Zugleich weist Susanne Bettführ auf das Fotoshooting hin. "Hier können sich die Jugendlichen sowohl als Models als auch als Fotografen ausprobieren." Am 7. Februar findet in Dessau zudem ein offenes Casting für eine Jugendweihe-Modenschau statt. Darüber hinaus kann das Polizeirevier in Zerbst besucht und einmal ein Blick in die Ausnüchterungszelle geworfen werden. Unterdessen lädt die Verkehrswacht in Dessau zum Mofa-Fahren ein.

Während sich diese Dinge an jeden Einzelnen richten, gibt es auch Angebote speziell für Schulklassen. Unter dem Titel "Zwischen Tradition und Moderne" klärt Susanne Bettführ gern innerhalb einer Unterrichtsstunde über Ursprung und Entwicklung der Jugendweihe auf. Möglich ist ebenfalls die Teilnahme an einer Verhandlung im Zerbster Amtsgericht.

Nicht zuletzt organisiert die Interessenvereinigung verschiedene Fahrten - beispielsweise in die KZ-Gedenkstätte Buchenwald. Mehrtägige Reisen an die Ostsee, nach Paris oder New York können die jungen Erwachsenen genauso antreten.

"Für alle Kurse, Workshops, Fahrten und Reisen sind noch Anmeldungen möglich", bemerkt Susanne Bettführ. Über Details können sich Interessenten gern bei ihr während der Sprechstunde informieren, die sie regelmäßig in Zerbst abhält.

Jeden zweiten und vierten Dienstag im Monat hält Susanne Bettführ von 15 bis 17 Uhr in der Zerbster Begegnungsstätte Nord der Volkssolidarität, Breitestein 76, ab.