In Lüttgenziatz ist am Sonnabend das sanierte Teilstück der Dorfstraße für den Verkehr wieder freigegeben worden.

Lüttgenziatz l Für Hohenziatz ist es vielleicht nur ein kleines Schrittmaß, das da am Wochenende freigegeben wurde. Doch für die Stadt Möckern ist es ein großer Sprung auf der Radwegekarte der Einheitsgemeinde. Denn die paar hundert Meter Teerdecke, die hinter dem Dorfanger aufgebracht worden sind, schließen eine weitere Lücke des Radwegenetzkonzeptes der Einheitsgemeinde Möckern. Daran erinnerte Stadtbürgermeister Frank von Holly.

Das Gesamtkonzeption ermöglicht Radfahrern schon jetzt auf weiten Strecken optimale Verbindung quer durch die Großgemeinde und stellt eine gute Vernetzung zum überörtlichen Radweg "R2 - Elberadweg" dar. In Lüttgenziatz wurde nun eine Alternative zum Kopfsteinpflaster auf der Hauptortsdurchfahrt geschaffen. Bisher war dieser Teil der Dorfstraße teils mit Feldsteinen gepflastert und teils unbefestigt. "Wir hoffen, dass sich nun wieder mehr Radfahrer statt Lkw in unserem Ort verirren", sagte Frank von Holly. Manche Navis führen die Brummifahrer auf deren Weg zum Wiesenhof-Schlachthof immer noch in das beschauliche Örtchen.

Dass diese Straße überhaupt saniert werden konnte, ist einer Förderung aus dem Amt für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten (ALFF) zu verdanken. Obendrauf gab es einen Bonus vom ILEK-Programm für den Straßen- und kombinierten Rad- und Gehwegbau. Die Gesamtkosten belaufen sich auf fast 107 000 Euro, davon entfällt ein Eigenanteil von etwa 45 000 Euro auf die Stadt. Die gewährte Förderung entlastet auch die Anlieger. Vier Grundstücke werden durch die Strecke angebunden.

Ortsbürgermeister Holger Blumhagel erinnerte daran, dass die nun abgeschlossene Baumaßnahme einst im Forderungskatalog gestanden habe, als man sich in die Stadt Möckern eingemeinden ließ. Mit Abschluss dieser Baustelle seien alle Forderungen umgesetzt worden: "Ohne die Stadt Möckern hätten wir vieles nicht saniert bekommen", ist sich Blumhagel sicher.

Drei Jahre stand die Maßnahme bereits im Haushalt und wurde immer wieder verschoben. Nun führt die Straße auf drei Metern Breite plus Gosse hinter dem Spielplatz bis zum Friedhof der Ortschaft. Kraftfahrer dürfen die Straße nur in einer Fahrtrichtung befahren.

Gewürdigt wurde vom Ortschef und dem Stadtbürgermeister die Leistung der Vorgänger. Erhard Schulz habe während seiner Amtszeit als Gemeindebürgermeister von 1981 bis 94 den Straßenausbau im Ort vorangetrieben. Ihm und dem kleinen Jimy Jansky wurde die Ehre zuteil, mit einem symbolischen Scherenschnitt die Strecke frei zu geben.