Zerbst l "Es ist wunderbar gelaufen", freut sich Sigrun Knäbel. Zufrieden blickt die Vorsitzendes des Fördervereins Wasserturm Zerbst auf die Tombola zurück. "Die Leute waren sehr zugänglich und positiv zu unserem Anliegen eingestellt", kommentierte sie auf die ihrer Meinung nach gelungene Aktion. Der Tenor sei gewesen: Schön, dass es jemanden gibt, der sich um den Wasserturm kümmert - eine Reaktion, über die sich die Vereinsmitglieder natürlich sehr gefreut haben, gibt sie zu.

Seit September 2009 setzten sie sich inzwischen für den Erhalt und die umfassende Instandsetzung des weithin sichtbaren Baudenkmals ein und konnten bereits einiges erreichen. Als zukünftige Herausforderung steht die Sanierung der äußeren Hülle des Wasserturms an. Schadhafte Stellen und Fugen sind auszubessern, das Mauerwerk abzustrahlen. Die Kosten gehen in den sechsstelligen Bereich, liegen wahrscheinlich um die 300 000 Euro. Deutlich günstiger fällt im Vergleich die notwendige Erneuerung der Einzäunung des Geländes aus. "Schon dreimal wurde eingebrochen", erzählt Sigrun Knäbel. Dringend ist der alte Maschendrahtzaun zu ersetzen. Billig werde das trotzdem nicht. "Stabzäune sind sehr teuer", weiß die Vereinsvorsitzende. Der Tombolaerlös bildet da eine gute finanzielle Basis. "Wir haben 1000 Lose für je einen Euro verkauft und damit einen Erlös von 1000 Euro erzielt." Die attraktiven Sachpreise sponserte das E-Center, das selbst Fördermitglied im Verein ist - eines von derzeit zehn neben den 70 Mitgliedern.

Nach der gelungenen Gemeinschaftsaktion zum Jahresende verabschiedet sich der Förderverein nun erstmal in die Winterpause. "Zum Weltwassertag im März werden wir den Wasserturm dann wieder für die Besucher öffnen", erklärt Sigrun Knäbel.