Positiv schneidet das Zerbster Erlebnisbad bei seinen Besuchern ab. Das zumindest ist das Ergebnis der jetzt ausgewerteten Fragebogen-Aktion. Dabei formulierten die Teilnehmer auch einige Anregungen.

Zerbst l "Man kann durchaus einige Rückschlüsse daraus ziehen", erklärt Jürgen Konratt mit Blick auf die öffentliche Umfrage zum Erlebnisbad. Er ist Geschäftsführer der Zerbster Stadtwerke, die die Freilufteinrichtung betreiben. Und mit dieser sind die Besucher mehr als zufrieden. Das belegt die Mitte August gestartete, sicher nicht repräsentative, aber durchaus aussagekräftige Aktion.

50 ausgefüllte "Feedbackbögen" gingen in die Auswertung ein. Für den optischen Eindruck, die Öffnungszeiten und Eintrittspreise sowie die Parkmöglichkeiten vergaben die Teilnehmer die Schulnote 1. Geringe Abstriche und mehrheitlich nur ein "Gut" erhielt allein die gastronomische Betreuung. Als Herausforderung für die zwei Pächter stellt sich für sie vor allem die mitunter wechselhafte Witterung und die damit verbundene nicht vorhersehbare Zahl der Freibadgäste dar, wie Jürgen Konratt schildert.

Neben der Bewertung der genannten Aspekte bestand die Möglichkeit, Anregungen zu äußern. "Man muss mal sehen, was man davon umsetzen kann", bemerkt Detlef Schrickel. Er hatte das zweiseitige Meinungsblatt entworfen und die häufigsten Vorschläge zusammengefasst. Man könnte Nachtbaden anbieten und Badepartys durchführen, lauteten Ideen. "Das ist ein Sicherheitsthema. Mit unserem Personal bekommen wir das nicht abgedeckt", erläutert Jürgen Konratt. Vier Schwimmmeister sowie vier Kassen- und Reinigungskräfte umfasst der Stellenplan derzeit. So lässt es sich auch nicht ohne Weiteres realisieren, mehr Kinderveranstaltungen auszurichten. "Da müssen Partner da sein", sagt Detlef Schrickel.

"Kompliziert umzusetzen" sei es, bei schlechtem Wetter die Volksschwimmhalle als Alternative zu öffnen. Immerhin werde die Schließung genutzt, um dort notwendige Reparaturen und Instandsetzungsmaßnahmen vorzunehmen. Einiges steht da in den nächsten zwei, drei Jahren noch an. Als Beispiel nennt Jürgen Konratt die Fensterfront mit ihrer Stahlkonstruktion.

Ein weiteres Thema war die Einrichtung einer Sauna im Erlebnisbad. "Das würde zwischen 80 000 und 100 000 Euro kosten", gibt der Stadtwerke-Chef zu bedenken. "Das bedarf einer doppelten Personaldecke", bezieht sich Jürgen Konratt auf die Nutzung der Schwimmhallensauna in den Sommermonaten.

Als "interessant" bezeichnet Detlef Schrickel die Einführung von Wassersport für Senioren im Freibad. Umsetzbar und das vielleicht schon in der nächsten Saison ist das Anbringen eines Sonnensegels am Planschbecken. "Die Ständer sind noch da", erzählt er, dass ein solcher Schattenspender schon mal existierte. Den Hinweis auf einen Spielplatz haben die Stadtwerke ebenfalls aufgenommen. "Ein häufig aufgelisteter Punkt waren die längeren Öffnungszeiten bei schönem Wetter", sagt Detlef Schrickel. Bis 22 Uhr sollte das Erlebnisbad dann auf sein. Auch der Wunsch nach einem Tarif für Kurzzeitschwimmer wurde geäußert. Für Änderungen hinsichtlich der Öffnungszeiten und Tarife sei letztlich die Stadt der verantwortliche Entscheidungsträger, erklärt Jürgen Konratt.

In seine Zuständigkeit fällt stattdessen die Ziehung des Gewinners einer Zehnerkarte fürs Freibad und über diese dürfen sich Andreas und Sylwia Schulze aus Zerbst freuen.