Erstmals fand der Zerbster Weihnachtsmarkt an zwei Wochenenden statt. Besucher und Organisatoren ziehen ein größtenteils positives Fazit.

Zerbst l Das gab es in der jüngsten Geschichte noch nie - gleich an zwei Wochenenden konnten die Zerbster und Bürger der Region Glühwein schlürfen, figurschädigende Leckereien naschen und den Weihnachtszauber in der schönen St. Bartholomäi genießen.

Nun sind die beiden Weihnachtsmarktwochenenden Geschichte. Roland Prokop, Vorsitzender des Vereins Weihnachtsmarkt Zerbst/Anhalt, zieht Bilanz. "Für uns war der Weihnachtsmarkt in Zerbst eine gute Zeit. Die Entscheidung, den Markt an zwei Wochenenden zu veranstalten, war aus jetziger Sicht richtig."

"Am ersten Wochenende waren schätzungsweise 1000 Besucher auf dem Weihnachtsmarkt."

Auch wenn der Weihnachtsmarkt bereits im zweiten Jahr in der Kirche St. Bartholomäi stattfand, ist der Standort unter den Besuchern noch immer ein Thema. Generell zeigen sich die Zerbster mit der Örtlichkeit zufrieden, aber "in der Nicolaikirche war einfach mehr Platz", findet Sabrina Elster aus Zerbst. "An der St. Bartholomäi schätze ich aber die Gemütlichkeit", sagt sie weiter. "Es könnte ein bischen mehr für Kinder gemacht werden", schließt Doreen Sieling an.

Für Prokop steht fest: "Die Kirche St. Bartholomäi eignet sich perfekt für den Weihnachtsmarkt."

Durchweg positiv bewerteten die Besucher die Stände. "Ich finde es gut, dass es hier so viel Kunsthandwerk gibt", sagte Doreen Sieling. Auch das kulinarische Angebot überzeugte die Gäste. "Der Glühwein schmeckt richtig gut", so Norman Scheffler. Die Glühweinstände wurden vom Rotary Club Zerbst und vom Lions Club Zerbst ausgerichtet und betreut. Alle Einnahmen daraus gehen an gemeinnützige Zwecke, vor allem in Zerbst und der Umgebung.

Für Prokop, der ehrenamtlich gemeinsam mit den Mitgliedern des Vereins Weihnachtsmark Zerbst/Anhalt schon seit Wochen organisiert und plant, geht jetzt eine stressige Zeit vorbei. "Aber es war auch sehr schön. Wir haben ein tolles Bühnenprogramm gehabt und viele gute Marktstände mit kreativem Kunsthandwerk", sagt er. "Eines meiner Highlights war die Liveshow von Squeezebox-Teddy am ersten Wochenende. Aber auch die anderen Bühnenbeiträge fand ich super", schwärmt Prokop.

Genaue Zahlen über Besucher kann der Vorsitzende des Vereins Weihnachtsmarkt Zerbst/Anhalt nicht geben. Jedoch haben schätzungsweise 1000 Gäste den Weihnachtsmarkt besucht - und das allein am ersten Wochenende. Stoßzeiten seien vor allem die Stunden zwischen 16 und 18 Uhr an den beiden Sonnabenden gewesen. "Da konnte man hier kaum noch treten", erzählt Prokop.

Es gibt aber auch Sachen, die Prokop im nächsten Jahr anders machen würde: "Alles was rund um die St. Bartholomäi stattfand, müsste man beim nächsten Mal anders arrangieren. Das Kinderkarussell stand zu weit ab vom Schuss", bedauert er.

Bilder