Steutz l Noch ist die Tradition ganz am Anfang, aber es soll auch in den kommenden Jahren mit ebenso großem Engagement der Steutzer weitergehen. Die Rede ist vom Weihnachtsmarkt am Dritten Advent.

Am Sonntag war es wieder soweit. Erst wurde in der Kirche gesungen, dann gab es Allerlei vor und rund um die Kirche und an der Eiche zu erleben: die weihnachtlichen Glühweinstände und die Versorgung auf der einen Seite, die Ecke mit Basteltipps auf der anderen Seite.

Doch nicht nur die Stände wurden von eifrigen Helfern betreut, auch ein Programm wurde den Gästen geboten.

"Wir haben drei Chöre hier in Steutz", erklärt Ortsbürgermeisterin Regina Frens, "einmal den Singekreis, den Kirchenchor und den Volks- chor. Alle drei haben ein Weihnachtsprogramm aufgeführt." Auch der Jugendclub habe seinen Teil beigetragen, ebenso wie die Einwohner des 900-Seelen-Ortes.

Bei einem Weihnachtsmarkt darf natürlich auch der Mann im Roten Mantel nicht fehlen. Mit einer Kutsche kam der Weihnachtsmann den weiten Weg aus dem fernen und kalten Norden nach Steutz. "Er hatte für jedes Kind eine kleine Überraschung dabei", freut sich Regina Frens.

Den Abschluss bildete eine besondere Theateraufführung. Auf der selbsterrichteten Bühne trauten sich die Eltern der Kindergartenkinder, vor großem Publikum aufzutreten. "In jedem Jahr führen sie ein kleines Märchen auf", berichtet die Leiterin der Kindertagesstätte (Kita) "Sandmännchen", Beate Joch. Aber nicht nur aktuelle Kindergartenkindereltern sind dabei. Auch Eltern, deren Kinder schon lange aus dem Kita-Alter herausgewachsen sind, machen noch mit.

Gezeigt haben sie die Geschichte vom "Gestiefelten Kater". Seit Ende September hatten die Eltern geprobt und alles selbst auf die Beine gestellt. Von der Dramaturgie bis zum Bühnenbild erfolgte alles in Eigenregie, betonte Beate Joch mit stolzem Ton.

Da spielte es auch keine Rolle, dass das Publikum schon bibberte, als sich der Müllers Sohn auszog und im Wald badete.

Die Kinder lauschten gespannt und fragten immer wieder nach dem Kater, der natürlich nicht immer auf der Bühne präsent war.

Anschließend klang der weihnachtliche Sonntagabend noch bei Feuer, Getränken und dem einen oder anderen Snack aus.

Für die Organisatoren ging es dann noch einmal weiter. Was die Mitglieder der Streutzer Vereine und die Bewohner am Morgen aufgebaut hatten, musste am Abend alles wieder abgebaut werden.

Auch 2015 soll es einen Weihnachtsmarkt geben

Unter dem Strich steht ein gelungener Weihnachtsmarkt, der auch im kommenden Jahr wieder am Dritten Advent stattfinden soll. Dann wäre es die vierte Ausgabe draußen.

In den Jahren zuvor, genauer gesagt seit Beginn der 1990er Jahre, feiern die Steutzer alljährlich. Zuerst noch in der Halle, nun seit kurzer Zeit draußen. Und die Tradition soll weitergehen, betont Regina Frens. Selbstverständlich wieder an gleicher Ort und Stelle und unter freiem Himmel.