Zerbst l Vorgestern Abend ist die Ortsfeuerwehr Zerbst zu ihrem inzwischen 126. Einsatz in diesem Jahr ausgerückt. Um 20.49 Uhr erfolgte die Alarmierung der Kameraden durch die Leitstelle. In einem Einfamilienhaus an der Alten Badeanstalt war die Geschirrspülmaschine einer Einbauküche in Brand geraten. Ursache war ein technischer Defekt, teilt der Pressesprecher des Polizeireviers Anhalt-Bitterfeld, Kriminalhauptkommissar Dieter Hesse, mit.

Wie Ortswehrleiter Steffen Schneider berichtet, hatte die Hausbewohnerin bereits selbst versucht, die Flammen mit einem Pulverlöscher zu bekämpfen. Durch ihr sofortiges Handeln sei das Feuer nicht auf die gesamte Küche übergriffen. Stattdessen entwickelte es sich zu einem Schwelbrand hin. Diesen konnten die herbeigeeilten Blauröcke schließlich mit wenigen Litern Wasser löschen, so dass dadurch kein weiterer Schaden entstand. Insgesamt waren 20 Kameraden mit vier Fahrzeugen im Einsatz, während sieben weitere auf der Wache in Bereitschaft standen.

"Glücklicherweise mussten wir keine Menschenrettung vornehmen", schaut Steffen Schneider auf das beherzte Agieren der Zerbsterin zurück. "Wir haben sie nach ihren eigenen Löschversuchen dem Rettungsdienst wegen des Verdachts auf Rauchgasvergiftung zur Betreuung übergeben", erzählt der Ortswehrleiter weiter.

Denn die Qualmentwicklung war enorm, wie er schildert. In voller Atemschutzmontur gingen die Kameraden in das Gebäude rein, brachten das Feuer durch Abkühlung zum Erlöschen und trugen die vom Brand zerstörte Geschirrspülmaschine samt der ebenfalls durch die Flammen in Mitleidenschaft gezogenen Küchenarbeitsplatte heraus. Anschließend setzten sie noch einen starken Lüfter gegen den Rauch ein. Und dennoch: "Der Brandgeruch war überall", beschreibt Steffen Schneider die Situation im Haus.

Gegen 22.45 Uhr war der Einsatz für die Kameraden am Dienstag beendet.