Der städtische Bau- und Wirtschaftshof hat seit gestern offiziell sein Sitz im Zerbster Amtsmühlenweg. Vor dem Umzug von Mitarbeitern und Technik erfolgten umfangreiche Sanierungsarbeiten an Gebäuden und Außen-anlagen.

Zerbst l Mit der Übergabe eines symbolischen Schlüssels übernahm der Zerbster Bau- und Wirtschaftshof am Donnerstagmorgen offiziell sein neues Domizil am Amtsmühlenweg. Wie bereits beim Vorgänger-Standort in der Biaser Straße erwarben die Stadtwerke das Grundstück und richteten es her. "Wir haben 325 000 Euro eingesetzt", erzählt Geschäftsführer Jürgen Konratt von den umfangreichen Sanierungsarbeiten.

Demnach wurde am ehemaligen Verwaltungsgebäude ein maroder Anbau und die Außentreppe entfernt. Im Inneren erfolgte die Erneuerung des Fußbodens und der Decken, einzelne Wände verschwanden, die so geschaffenen Räume wurden tapeziert und gestrichen. Auch die elektrische Verkabelung wurde im Wesentlichen ausgetauscht. Im komplett abgestrahlten Keller befinden sich jetzt die Heizungsanlage und mit dem Server die technische Zentrale.

Das ebenfalls umgestaltete Nebengebäude beherbergt nun mit einer Fußbodenheizung ausgestattete Sanitäranlagen nebst den Umkleideräumen für die insgesamt 24 Frauen und Männer, die von hier fortan zu ihren Einsätzen ausrücken. Sechs weitere Mitarbeiter - jeweils drei in Lindau und Hohenlepte - vervollständigen das Team, wie Michael Lindner erzählt. Der Bauhofleiter ist zufrieden mit der modernen Niederlassung, die die Kollegen zukünftig nutzen können. "Es ist schön und groß und wir leben uns ein", bemerkt er lächelnd.

"Für die Technik finden wir hier verbesserte Bedingungen vor", erklärt Bürgermeister Andreas Dittmann mit Blick auf die Hallen, in denen einst die Müllfahrzeuge standen. Reichlich Platz bietet ebenfalls der Lager- und Werkstattbereich. Zumal man sich letztlich entschied, eine eigentlich schon für den Abriss vorgesehene Baracke doch stehen zu lassen und instandzusetzen, wie Jürgen Konratt berichtet. Verkehrsschilder, Werkzeug oder auch Beleuchtungsutensilien für Veranstaltungen werden in dem Flachbau aufbewahrt.

Neben solchen Planungsänderungen führte Zeitverzug bei der Ausführung der Maßnahmen dazu, dass der komplette Umzug später abgeschlossen werden konnte als angedacht, wie der Stadtwerkechef erläutert. Denn ursprünglich sollten sämtliche Arbeiten bereits im Juli abgeschlossen sein. Dieses Zeitfenster wurde nicht erreicht. Bei der Einweihung spielte das gestern allerdings keine Rolle. Vielmehr überwog die Freude der Anwesenden über die Umsetzung des Projektes.

Dazu gehörte ebenfalls das bereits 2013 errichtete Salzsilo. "Damit sind wir in Vorleistung gegangen", blickt Andreas Dittmann auf die Maßnahme zurück. 35 Tonnen fasst das Silo, das eine "eindeutige Erleichterung für die Mitarbeiter" mit sich bringt. Die Befüllung der Fahrzeuge geschehe viel schneller und das ohne schweren körperliche Belastung, erläutert der Bürgermeister. Zugleich erwähnt er, dass nach wie vor ein zweites Salzsilo angedacht ist. Unterdessen wird an den Schüttgutboxen zur Lagerung von Schotter und Splitt gestern noch gewerkelt.

Das ehemalige Grundstück an der Biaser Straße, auf dem der Bau- und Wirtschaftshof ebenfalls nur eingemietet war, wurde verkauft. Aus dem Erlös konnten die Mittel für die Herrichtung des neuen Domizils generiert werden, wie Andreas Dittmann ausführt.

Die Betreuung des Projektes lag in den Händen des Zerbster Ingenieurbüros Wasser und Umwelt. Die Planer waren bei der Übergabe des Domizils genauso anwesend wie Vertreter der beauftragten Firmen und natürlich die Mitarbeiter des städtischen Bau- und Wirtschaftshofes.