Brennt es, dann kommt die Feuerwehr. Auch bei Verkehrsunfällen wird sie oft gerufen. Dann rücken die Kameraden aus. Steven Wilzek sorgt in Deetz dafür, dass auch in Zukunft jemand rausfährt. Dafür wurde er nun von Ministerpräsident Reiner Haseloff geehrt.

Deetz l Bereits seit 1964 gibt es bei der Freiwilligen Feuerwehr Deetz eine Jugendtruppe. Damals wurde sie als Arbeitsgruppe gegründet, heute hat sie sich als Jugendwehr etabliert. "Sie ist eine der wichtigsten Abteilungen bei uns", weiß Ortswehrleiter Heiko Bergfeld und betont, dass sie von einem sehr engagierten Jugendwart geführt wird.

Dieser heißt Steven Wilzek und wurde in diesem Monat für sein ehrenamtliches Engagement in der Jugendarbeit von Reiner Haseloff (CDU), Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt, ausgezeichnet. "Die Ehrung habe zwar ich bekommen", gibt er bescheiden zu, "aber ohne die Mithilfe von Kerstin Zehle und Clemens Blumhagel hätten wir nicht so eine tolle Jugendwehr." Beide sind zusammen mit Wilzek im Leitungsteam der Nachwuchsfeuerwehrmänner. "Bei Kindern ist jeder Erwachsene mehr ein Segen", sagt Kerstin Zehle und muss lachen.

Insgesamt betreuen sie derzeit neun Kinder und Jugendliche im Alter von zehn bis 18 Jahren. Über das Jahr hinweg arbeiten die drei Betreuer mit ihren Jugendlichen einen Dienstplan durch. Dabei lernen die Jugendlichen die Feierwehrgeräte kennen, aber auch, wie man richtig einen Löschangriff durchführt. "Ein Höhepunkt in diesem Jahr war das Ausbildungszeltlager", erinnert sich Wilzek. Aber auch eine Überraschungsexkursion stand auf dem Plan.

All die Arbeit macht Wilzek nebenher. "Er nimmt sich sehr viel Zeit und macht mehr als nur Dienst nach Vorschrift", lobt ihn Heiko Bergfeld. Der Ortswehrleiter war es auch, der ihn für die Ehrung vorgeschlagen hatte. "Auch", begründet er, "weil er immens viel Herzblut und Freizeit reinsteckt."

Das Herzblut muss Wilzek bereits vor vielen Jahren bekommen haben. Seit 1998 ist er Mitglied in der Feuerwehr. "Ich habe auch in der Jugendwehr angefangen", blickt der heute 27-Jährige zurück. "Damals hatte mich mein größerer Bruder einfach mitgenommen."

Das Mitnehmen ist auch in der Arbeit des heutigen "Nachwuchschefs" enorm wichtig. "Wir müssen die Kinder früh erreichen, bevor sie beispielsweise zum Fußball gehen", erklärt Wilzek. Aus diesem Grund hat die Freiwillige Feuerwehr Deetz auch ihre Feuerwehrkids. "Da machen Kinder ab fünf/sechs Jahren mit und werden spielerisch an die Arbeit eines Feuerwehrmannes herangeführt", weiß Wilzek.

Wo der Weg dann hinführen kann, zeigen einmal Wilzek selbst, der auch Gruppenführer ist, und zwei seiner Jugendlichen.

"Dennis Quandt und Domenik Lindenau haben beide die Truppmannausbildung bestanden und sind nun in den offiziellen Feuerwehrdienst übernommen worden", erklärt er stolz.

Beide wurden bereits, getreu Wilzeks Motto, "gut ausgebildet". "Ich will einfach nur helfen, etwas Gutes tun und junge Nachwuchskräfte heranziehen und für die Feuerwehr begeistern", sagt er ganz bescheiden.