Wie in jedem Jahr lassen sich Fischwirtschaftsmeister Uwe Marx und seine Helfer im "Angelland" in Wüstenjerichow zu Weihnachten und Silvester etwas Neues einfallen. Denn es muss nicht immer Karpfen sein.

Wüstenjerichow l "Auch ein Wels-Gericht kann zum Jahreswechsel schmackhaft sein und bringt Abwechslung auf die Speisekarte", ist sich Fischwirtschaftsmeister Uwe Marx sicher. Die Welse wurden vor kurzem beim großen Abfischen des Birkteiches gefangen. Aus dem eiskalten Wasser waren Welse mit einer Körperlänge zwischen 1,30 Meter und 1,70 Meter geholt worden.

Der Europäische Wels oder Flusswels ist der größte reine Süßwasserfisch Europas und neben dem Aristoteleswels die einzige europäische Art aus der Familie der Echten Welse. Welse sind vorwiegend nacht- und dämmerungsaktive Raubfische, die sich von lebenden und toten Fischen, aber auch von Wirbellosen und gelegentlich von kleinen Wasservögeln und Säugetieren ernähren. Ihre Aktivität ist im Jahresverlauf stark von der Temperatur und der Verfügbarkeit von Beutetieren abhängig und erreicht im Frühjahr nach der Winterruhe sowie im Spätherbst nach dem Ablaichen ein Maximum. Das Verbreitungsgebiet des Welses erstreckt sich von Mittel- und Osteuropa bis Zentralasien. Dabei werden bevorzugt große Flüsse und Seen mit schlammigem Grund besiedelt. Welse kommen aber auch häufig in Binnenmeeren mit geringem Salzgehalt vor. Die Art wird seit der Antike befischt und ist heute vor allem in Osteuropa von wirtschaftlicher Bedeutung. Die Bestände sind heute meist stabil, teilweise aber von Besatz durch den Menschen abhängig.

Koch Christopher Marx ist vom Wels-Gericht zu Silvester überzeugt und hat deshalb ein Rezept zum Nachkochen am eigenen Herd verraten (siehe Info-Kasten).

Natürlich fehlen im Angebot des "Angellandes" Speisekarpfen, Forellen und Lachsforellen nicht. Sie gehen und gingen zwischen Weihnachten und Neujahr tonnen- und kiloweise über den Ladentisch. An den Hauptverkaufstagen erwartet die Kunden auch noch Fischsuppe und Glühwein.

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