Ein wenig Ente abtrainieren - mit diesem Vorsatz haben sich kurz nach Weihnachten interessierter Wanderer aus Gommern getroffen. Wegewart Steffen Grafe hatte genau die richtige Strecke gegen Weihnachtsträgheit parat. Über Kulk-Königssee-Columbussee-Waldsee wanderten die Teilnehmer gute drei Stunden - mit Pause natürlich.

Gommern l Anfang Dezember zählte Steffen Grafe, Wegewart in Gommern und passionierter Wanderer, noch 479 Teilnehmer, die an seinen Wanderungen in diesem Jahr teilgenommen haben. Die 500er Marke knacken, das war sein Traum für dieses Jahr. Und der ging am 27. Dezember plötzlich in Erfüllung.

Zur "Der-Speck-muss-weg-Wanderung" kamen so viele Menschen, dass die Bilanz für 2014 sogar auf 505 anstieg. "Das ist ein tolles Ergebnis", freute sich Grafe schon zu Beginn der Wanderung, als er das letzte Mal die Teilnehmer durchzählte.

"Viele Wiederholungstäter", schmunzelte Grafe schon beim Zählen. Doch auch viele neue Gesichter mischten sich unter die mehr als 20 Teilnehmer. "Sogar zwei Wanderer aus Pinneberg und einer aus Rheinland-Pfalz waren dabei - ehemalige Gommeraner, die ihre Familie über Weihnachten besuchten und die Chance nutzten", erzählte Grafe.

Die 37. Wanderung in diesem Jahr führte die Teilnehmer vom Kulk, Gesteinsgarten über den Königssee, zum Columbussee, in Plötzky über die B 184 zum Waldsee, wo eingekehrt wurde. Bei Kaffee, Kuchen und Glühwein erfuhr man mehr voneinander. Dann ging es wieder zurück. Nach drei Stunden trudelten alle Teilnehmer wieder am Kulk ein.

"Besonders gut kam die freie Wurzel am Columbussee an. Eine Frau sagte, hier wolle sie ihr nächstes Familienfoto machen", erzählt Grafe lachend.

Aber genau das ist es, was viele immer wieder mit Steffen Grafe wandern lässt. "Er erzählt immer sehr interessante Sachen und verweist auf besondere Plätze, die man auch als Gommeraner nicht immer kennt. Ich war schon drei Mal dabei und es war jedes Mal toll. Eine Tour habe ich sogar am nächsten Tag gleich nochmal mit der Familie gemacht", sagte Birgit Reppin.

Rüdiger Kurwahn ist ebenfalls "Wiederholungstäter" bei der Wanderung. Aus gutem Grund: "Weil es immer toll organisiert ist. Immer mit einer Lokalität zum Einkehren, einmal gab es auch ein Quiz. Und natürlich, um ein wenig Ente abzulaufen."

 

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