Auf ein erfolgreiches Jahr 2014 mit vielen gut besuchten Veranstaltungen auf der Burganlage blickt man in Walternienburg zurück. 13347 Gäste weist die Statistik auf. Für das neue Jahr sind wieder 18 Veranstaltungen von Ortschaft und Heimatverein geplant.

Walternienburg l 2014 ist Geschichte. In Walternienburg kann das Jahr als überaus positiv abgehakt werden. Einmal mehr erwies sich die Burganlage, deren Ringmauer nach dem Einsturz im vergangenen Jahr wieder geschlossen werden konnte, als Besuchermagnet. Viele Veranstaltungen lockten Gäste aus nah und fern an. Ortsbürgermeister Heinz Reifarth hat die erfassten Besucherzahlen zusammengezählt.

Mit 13347 kam eine stattliche Zahl heraus. Darin sind die zufälligen Besucher auf der Burg enthalten, die Gäste bei Trauungen oder auch die Leute, die den Adventsmarkt oder die anderen Feste besuchten, bis hin zum Weihnachtsfest der örtlichen Kita im Dezember. Eigentlich müssten da auch noch die 120 Gäste der drei Weinabende hinzugezählt werden, fiel Heinz Reifarth im Nachhinein ein.

Mit rund 600 Besuchern zählt der vorweihnachtliche Markt zu den meistbesuchten Veranstaltungen. Da war man sehr zufrieden mit der Resonanz. Die Werbung in Funk und Presse und jenseits der Elbe hatte gefruchtet. Eine Veranstaltung, die nicht im Jahresplan stand, war das Fackelfest, dass auf der Burg gefeiert wurden. Das Interesse der Walternienburger Bevölkerung war groß, denn damit wurde die Ortschaft offiziell an die Erdgasversorgung angeschlossen. Ein wichtiges und zukunftsorientiertes Projekt konnte umgesetzt werden. 150 Leute nahmen Anteil beim Fackelfest.

Auch das Oktoberfest, der musikalische Nachmittag und das Elbauenfest mit dem Konzert wurden gut angenommen, erinnerte sich Reifarth. Im vergangenen Jahr wurden ohne die Weinabende 15 Veranstaltungen von Ortschaft und Heimatverein angeboten. Der Plan für 2015 sieht eine ebensolche Anzahl vor (siehe Infokasten).

Nicht nur der Elbe-Radweg führte Gäste aus ganz Deutschland und aus dem Ausland nach Walternienburg und unweigerlich auf die Burg. Auch bei den Trauungen sind die Besucher international, kamen 2014 unter anderem aus Israel, USA, Kanada, Frankreich, Belgien und Österreich. Für die Hochzeitsgäste sind oftmals Führungen auf der Burg im Programm während das Brautpaar sein Fotoshooting hat. Zwölf Trauungen gab es im letzten Jahr. "Für dieses Jahr gibt es schon einige Anmeldungen", so Heinz Reifarth, "Juni, Juli und August sind schon ziemlich ausgebucht."

Vermietungen der Festscheune für Geburtstage, Jubiläen und andere Feiern waren ebenfalls zwölf zu verzeichnen. Nicht zu vergessen, verweist der Ortsbürgermeister darauf, dass auch die Exotenschau auf der Burg zu einem Highlight geworden ist, nachdem das Gasthaus im Ort geschlossen wurde, wo die Schau vorher abgehalten wurde.

Die ganzen Besucherscharen zu betreuen, stellt jedes Jahr eine neue Herausforderung dar. "Im Moment stehen keine Kräfte zu Verfügung", bedauerte der Ortsbürgermeister und wünscht sich, dass alsbald wieder neue Arbeitsmaßnahmen aufgelegt werden. Ohne solche könnte die Burganlage nicht ständig geöffnet sein. Über Ein-Euro-Jobber würde sich Reifarth schon freuen.

Ansonsten reichen die ehrenamtlichen Kräfte von Ortschaft und Heimatverein allein nicht aus. Dann sind Burgöffnungen nur bei Veranstaltungen oder auf Anfrage möglich. Bis Ende des Jahres gab es vor Ort noch vier beziehungsweise drei Leute, die sowohl als Gästeführer als auch zur Pflege der Anlage und des Umfeldes zur Verfügung standen.

Viel machen der Ortschef und seine Frau in Walternienburg selber. "Zum Glück sind wir Rentner", warf Erika Rei-farth ein. Aber alles geht nicht. "Schön, dass die Zusammenarbeit mit dem Heimatverein so gut funktioniert", ist Heinz Reifarth froh.

Insgesamt sieht er alles als Gemeinschaftsaufgabe von Stadt, Heimatverein und Ortschaft. "Ich blicke optimistisch in das neue Jahre", hofft der Ortsbürgermeister, dass die Stadt Zerbst einen ausgeglichenen Haushalt als Voraussetzung vorlegen kann. Neben Werterhaltungsmaßnahmen auf der Burg, steht die weitere Sanierung der Ringmauer 2015 an.

 

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