Zerbst l Der Halberstädter Walter-Krienitz-Verein zur Förderung der Medizin führt die feierliche Verleihung seines Gedenkpreises und des Doktorandenpreises diesmal in der Stadthalle Zerbst durch. Der Verein will mit seinem Wirken an den Halberstädter Arzt Dr. Walter Krienitz (1876-1943) erinnern, der 1906 erstmals über Magenbakterien in der Fachpresse berichtete, erläuterte Vereinsvorsitzender Professor Steffen Rickes.

Über das Leben von Walter Krienitz war in der medizingeschichtlichen Literatur sowie in der Ärzteschaft lange Zeit fast nichts bekannt. Im Juni 2007 wurde deshalb in Halberstadt der Verein gegru¨ndet. Zweck ist die Förderung des Erkenntnisfortschritts in der Medizin. "Dazu zählen die Unterstu¨tzung von wissenschaftlichen Untersuchungen, die Unterstu¨tzung von Lehre und Ausbildung von Medizinstudenten und Ärzten sowie die Förderung wissenschaftlicher Untersuchungen zur Geschichte der Medizin", erläuterte Rickes.

Der "Walter-Krienitz-Gedenkpreises 2014" geht an Privatdozent Dr. Jörn M. Schattenberg vom Universitätsklinikum Mainz und den "Walter-Krienitz-Doktorandenpreis 2014" erhält Nicole Strugala vom Universitätsklinikum Magdeburg.

Die Festveranstaltung ist für den 23. Januar geplant. Die Begrüßung der Gäste im Fasch-Saal der Stadthalle Zerbst wird Bürgermeister Andreas Dittmann (SPD) vornehmen. Für den Festvortrag zum Thema "Das Schloss Zerbst im Wandel der Zeiten" ist Dirk Herrmann, Vorsitzender des Fördervereins Schloss Zerbst vorgesehen.

Nach den Preisverleihungen ist die feierliche Enthüllung einer Spendentafel für das Schloss Zerbst durch die Helios Klinik Zerbst geplant. Die wird Klinikgeschäftsführerin Elisabeth Maas vornehmen. "Für die musikalische Umrahmung unterstützt uns das Gymnasium Francisceum", bemerkte Professor Rickes. Anschließend sind die Gäste zu einer kleinen Führung durch das Schloss eingeladen.

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