Zerbst l Erschreckt springen die Jungen von den beiden Kugeln des Bandgenerators zurück. Kurz danach lacht das ganze Klassenzimmer mit ihnen. Es war nur ein leichter elektrischer Schlag, stellten viele fachmännisch fest. Dieses "Naturwissenschaftliche Phänomen" ereignete sich im Rahmen des gleichnamigen Ganztagsschulangebots der Rephunschule. Sigurd Leich leitete dabei Gymnasiasten und einige Viertklässler an.

Denn wie auch im letzten Jahr schnupperten gestern Zerbster Grundschüler in den Schulalltag am Francisceum in der Jeverschen Straße unter anderem auch in dieses Angebot hinein. So kamen die verschiedenen vierten Klassen um acht Uhr in der Aula zusammen. Nach der Begrüßung durch den Chor des Francisceums wurden die einzelnen Klassen jeweils zwei Achtklässlern zugeteilt, die diese durch den Tag führen und begleiten sollten.

Die Viertklässler der Grundschule An der Stadtmauer wurden von zwei Schülern der 8/2 durch den Alltag eines Gymnasiasten geführt. Zuerst ging es in den Matheunterricht mit Uwe Hoffmann und der 6/2. Die Grundschüler bearbeiteten mit den Gymnasiasten ein Arbeitsblatt.

Nach einer ausgiebigen Frühstückspause auf dem Schulhof wurde ihnen der Wochenplan nähergebracht. Dabei wurde ihnen von verschiedenen Fünftklässlern das zukünftige Hausaufgabensystem vorgestellt.

Vor der nächsten Schnupperstunde führten die zwei Achtklässler die zukünftigen Francisceer über das Gelände. Sie zeigten ihnen wichtige Örtlichkeiten wie das Lehrerzimmer, das Sekretariat und die Schulleitung, den alten Speiseraum und natürlich auch die Toiletten und den Schulhof.

In dem darauffolgenden Ganztagsangebot "Naturwissenschafliche Phänomene" mit Sigurd Leich wurden in verschiedenen Experimenten Erscheinungen aus den Gebieten Optik und Elektrizität behandelt. Licht und Schatten wurden näher betrachtet. Außerdem entstand ein Schiffsantrieb aus Spülmittel und es wurde das schon beschriebene Experiment mit einigen mutigen Schülern durchgeführt

Beim zweiten Angebot, nämlich Yoga, lernten die Schüler mit den Teilnehmern des Yoga-Kurses unter Leitung von Anne Lange nach einer Begrüßung zwei Übungen. Nach dem Vorbild einer Giraffe und der Sonne bewegten sich die Schüler. Anne Lange sagte im Rahmen dessen: "Im Unterricht ist es schwierig sich zu bewegen, Sport zu machen. Deswegen finde ich es wichtig, durch sportliche Angebote einen Ausgleich für euch Schüler zu schaffen."

Nach diesem sehr erlebnisreichen Schultag in der Jeverschen Straße führte dann noch einmal der Weg für alle Teilnehmer in die Aula. Dort fragte Ganztagsschulkoordinatorin Anne Lange die zukünftigen Gymnasiasten, wem der Tag denn Spaß gemacht hätte. Alle Arme der Grundschüler schnellten sofort nach oben. Auf die Frage, wer denn im kommenden September selber Francisceer sein möchte, fiel die Antwort genauso eindeutig aus.