Ein karnevalistisches Feuerwerk wird in der Jubiläumssession bei den Grün-Weißen in Steckby gezündet.

Steckby l "Seid ihr bereit, für die fünfte Jahreszeit?", fragte die Präsidentin des Steckbyer Carnevalsclub, Kerstin Brüning, in die Runde des vollbesetzten Bibersaals und schon eröffneten die Grün-Weißen die Party, die Show, die Gala, die Prunksitzung - alles in einem. Aus Anlass des 40-jährigen Vereinsjubiläums holte die Garde zunächst das Prinzenpaar der ersten Session, Sigrid I. und Manfred I., auf den Thron, bevor das "Alters-prinzenpaar" von Maria I. und Mathias I. abgelöst wurde, die närrische Proklamation verlas und die Kussfreiheit eröffnete. Dann zündete die Programmrakete.

Dem Marsch der Funkengarde folgten traditionell die Wiesenpieper mit dem Karnevalswalzer - die erste Gelegenheit zum Schunkeln. Dann sind immer die Kleinsten dran, damit sie schnell ins Bett kommen. Die Tanzflöhe von Kerstin Finger erinnerten an die Fußball-Weltmeisterschaft im vergangenen Jahr. Da durfte gleich kräftig mitgejubelt werden, und die erste Zugabe wurde gefordert. Den Nächstälteren, den Elbhüpfern, war das Tanzen im Blut schon anzumerken, wie sie cool über das Parkett fegten und auch nicht ohne Zugabe hinaus durften.

Paul und Grete, Heiko Röder und Rita Mengewein, bekamen diesmal den Jubiläumsbutton des SCC angesteckt. Wie vorausgesehen, hat das Prinzenpaar in der Jubiläumssession einige Küsse mehr zu vergeben.

Das Publikum tobte, als die Herren des Männerballets vortanzten: stramme Waden, pralle Bäuche, im Kleid oder mit Lockentolle auf dem Kopf - aber voll im Rhythmus. Zum Stimmungshöhepunkt wurde der Programmpunkt der Wiesenpieper, die den roten Teppich ausrollten für Gäste, die mit einer auf Leinwand projizierten Limousine vorfuhren.

Es kamen internationale Stars, gefolgt von deutschen Sängern. Moderator Willi Wichtig, alias Sabine Faßhauer, begrüßte Helene Fischer und Nina Hagen, und Udo Jürgens verteilte Schlagsahne, bevor die österreichischen Stars an der Reihe waren.

Dance Girls und Biberkirschen waren im Programm zu erleben, ebenso wie Uta Koppeng als Resi in der Bütt, und auch Heiko Röder hatte alleine noch genug Witze und Sprüche auf Lager. Dass der Name "Altweiber" eigentlich nicht zu dem flotten Auftreten der Frauentanzgruppe passe, kommentierte Thomas Schobert deren absolut gelungene ABBA-Nummer.

Da beim Steckbyer Karneval ein Highlight das andere jagt, schossen die Männer den Vogel ab mit ihrem Rückblick auf ihre Auftritte der vergangenen Jahre. Das Ganze gipfelte im "Gangnam-Style". Erst kurz vor Mitternacht konnte das Prinzenpaar den Tanz eröffnen, und die Party ging erst richtig los...

   

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