Mit einer breiten Veranstaltungspalette geht das Umweltzentrum Ronney in das neue Jahr. Morgen findet der erste Gesundheitsabend statt.

Ronney l Morgen wird zur ersten Veranstaltung in diesem Jahr im Umweltzentrum Ronney eingeladen. Ein Gesundheitsabend - der erste einer ganzen Reihe, die folgen wird. Damit geht das Umweltzen- trum neue Wege, um mit neuen Angeboten Interessenten nach Ronney zu holen, eine andere Zielgruppe anzusprechen.

Das Jahr 2014, das Jahr nach dem Hochwasser, ist Geschichte. "Die Auswirkungen sind noch zu spüren", so der Leiter vom Umweltzentrum, Hartmut Kühnel. Einige Gruppen haben nach dem Hochwasser andere Objekte als Ausweich gefunden und sind hängen geblieben. Im vergangenen Jahr konnten in Ronney 2400 Besucher gezählt werden, die an Angeboten teilnahmen und eingetragen waren. "Wir hatten auch schon 5000", so Kühnel, der für dieses Jahr optimistisch herangeht und die 4000 anstreben will.

Während die Veranstaltungsplanung auf der einen Seite läuft, bemüht man sich auf der anderen Seite um Kostenvoranschläge. Da soll eine Hochleistungspumpe angeschafft werden, die mit Aggregat über eine Woche laufen kann, um Hochwasser aus dem Haus zu pumpen. Und es sind noch Nässeschäden im Werkstattbereich, die beseitigt werden sollen. Kühnel ist ebenfalls optimistisch, eine Finanzierungsmöglichkeit zu finden.

Gesucht wird derzeit auch noch jemand, um das fünfköpfige Mitarbeiterteam im Umweltzentrum zu unterstützen. Ein Sozialpädagoge mit Ausbildung im Umweltbereich würde passen und könnte sich vor Ort melden. Mehr als 70 Veranstaltungen sind bis Juni geplant und müssen organisiert, vorbereitet und abgedeckt werden. Weiter als bis Juni kann man kaum planen, denn ab Juli beginnt eine neue Förderperiode.

Was ist noch neu in diesem Jahr? Während es bei den Gesundheitstagen darum geht, wie die Natur der Gesundheit von Mensch und Tier auf die Sprünge helfen kann, sind auch verschiedene Veranstaltungen zum Bauen mit Naturstoffen vorgesehen. Hier wird allerdings noch ein Referent gesucht.

Zu unterschiedlichen Themen, wie Filzen oder Ostern, finden Werkstattabende statt. Die richten sich vor allem an Erwachsene, die am Freitagabend die Zeit finden, einmal etwas anderes auszuprobieren. Gefällt das Angebot, kann immer am nächsten Tag die Familie mitgebracht werden. "Auf jeden Werkstattabend soll in der Regel eine Familienwerkstatt folgen", erklärte Birgit Jacobsen, Mitarbeiterin im Umweltzentrum.

Natürlich sind beliebte Angebote wieder im Plan, wie die Obstbaumschnittseminare, das sorbische Ostereierbemalen, das Rosenseminar, das im vergangenen Jahr ausfiel sowie Kräuterwanderungen.

Bei den Ferienlagern und Bildungswochenenden geht die Planung schon über den Juni hinaus. Die Anmeldung für die Winterferien läuft. Vom 2. bis 6. Februar findet unter dem Motto "Auf Spurensuche - unterwegs mit dem GPS" ein Winterferienlager für Kinder zwischen 8 und 12 Jahren statt. Unter anderem stehen Geocaching, Elbauenwanderung und Waldexkursion an, aber auch das Kreative und Spielerische kommt nicht zu kurz. Neben einer Stempelwerkstatt und Papierschöpfen sind kleine Spiele und Wettbewerbe auf dem Objektgelände vorgesehen.

Für Kinder, die sich noch nicht trauen auswärts zu übernachten oder nicht die ganze Woche Zeit haben, gibt es erstmalig auch Tagesprojekte vom 9. bis 13. Februar: Am Montag mit Letterboxing, einer Entdeckungstour durch die Elbaue am Dienstag, am Mittwoch mit Karte und Kompass auf Erkundung durch Wald und Flur. Filzen steht am Donnerstag auf dem Programm, am Freitag eine Werkstatt zum Thema Recycling mit Papierschöpfen.

In den Sommerferien wird es wie im vergangenen Jahr in zwei Projektwochen "Viel Theater mit der Umwelt" geben, dazu kommt eine weitere Woche, die sich der "Kraft der Elemente" widmet. In den Herbstferien sind die jungen Naturforscher unterwegs. Ein Naturschutzwochenende findet wieder im Mai statt, die erste Musikwerkstatt im März, die zweite im November.

Es dürfte für jeden Geschmack etwas dabei sein, um sich aufzuraffen, nach Ronney zu fahren. "Ich wünsche mir viele zufriedene Besucher, ausreichend Fördermittel, engagierte Mitarbeiter und noch Gelder für die vorbeugenden Maßnahmen für den Hochwasserschutz", so Hartmut Kühnel.

 

Bilder