Der Sanierung der Arkadenpfeiler der Nicolai-Kirche steht nun nichts mehr im Wege. Bürgermeister Andreas Dittmann (SPD) übergab dem Förderkreis des Baudenkmals gestern den Zuwendungsbescheid über 104 000 Euro aus dem Programm "Stadtumbau Ost".

Zerbst l Nun kann die Realisierung des aufwendigen Sanierungsprojektes endlich starten. Zuwendungen in Höhe von 104 000 Euro aus dem Programm "Stadtumbau Ost" ermöglichen die zeitnahe Sanierung der fünf Arkadenpfeiler der Kirche St. Nicolai, die im Zweiten Weltkrieg am stärksten zerstört wurden. Durch das fehlende Dach sind die Pfeiler dauerhaft der Witterung ausgeliefert, müssen Jahr für Jahr Kälte und Nässe aushalten. Das führt zu sichtbaren Spuren am verbautem Sandstein - es bröckelt sichtbar. "So ein Baudenkmal kann nur erhalten werden, wenn es in das Stadtleben einbezogen wird. Dies haben wir aus Sicherheitsgründen in den letzten Jahren zurückgefahren", resümiert Walter Tharan, Vorsitzender des Fördervereins St. Nicolai. Nach der Sanierung soll die St. Nicolai-Kirche wieder vermehrt für städtische Veranstaltungen genutzt werden. "Denkmalsicherung und Denkmalpflege sind die beiden Eckpfeiler, die eine positive Zukunft für das Baudenkmal ausmachen", fügt Tharan hinzu.

Die Zuwendung von 104 000 Euro setzt sich aus 52 000 Euro Bundesmitteln und 52 000 Euro Landesmitteln zusammen. Im Bescheid ist genau geregelt, dass die Förderung zur Aufwertung von Stadtteilen genutzt werden muss. Natürlich muss beim Einsatz der Fördermittel in Abstimmung mit der Denkmalschutzbehörde gearbeitet werden. Auch das wird im Zuwendungsbescheid geregelt.

Bürgermeister Andreas Dittmann zeigte sich ebenfalls sehr erfreut über den Bescheid: "Wir haben zum ersten Mal die Situation, dass eine hundertprozentige Förderung bewilligt wurde. Optimaler kann die Situation nicht sein."

Der Dank von Pfarrer Thomas Meyer galt insbesondere dem Engagement des Fördervereins St. Nicolai und der Stadt Zerbst. "Das ist ein toller Erfolg und jetzt kann es auf die nächste Etappe gehen."

"Jetzt haben wir erst einmal genug Arbeit für das kommende Jahr", blickte Walter Tharan positiv auf die nächsten Monate.