An der Astrid-Lindgren-Grundschule wird nicht nur Mathe und Deutsch gepaukt, sondern auch eine Schülerzeitung gemacht. Die AG Schülerzeitung ist dafür verantwortlich.

Zerbst l Wenn Freitagmittag die meisten ihrer Mitschüler schon im Wochenende sind, trifft sich die Arbeitsgemeinschaft (AG) Schülerzeitung zu ihrer wöchentlichen Sitzung. Die Viertklässler erarbeiten die Schülerzeitung für die Schüler, Lehrer und Mitarbeiter der Astrid-Lindgren-Grundschule.

Die AG wird von Schulsozialarbeiterin Elke Meinhold geleitet, die über die B A Strukturförderungsgesellschaft Zerbst an der Schule eingesetzt ist. Bereits im dritten Jahr ist sie für das Projekt Schülerzeitung verantwortlich und erarbeitet gemeinsam mit freiwilligen Viertklässlern die Zeitung. "Ich helfe ihnen beim Aufbau der Zeitung und beim Aufbau von Artikeln. Was in die Zeitung kommt, entscheiden die Kinder selbst", erklärt sie. Drei bis vier Ausgaben in einer Auflage von 60 Stück erscheinen pro Schuljahr. "Freundlicherweise übernimmt das Zerbster Schraubenwerk das Kopieren der Zeitung. So fällt für die Schule ein erheblicher Kostenfaktor weg", so Elke Meinhold.

Die jungen Journalisten sind Feuer und Flamme für das Projekt: "Ich mag die Schülerzeitung, weil man seiner Fantasie freien Lauf lassen kann", erklärt Melanie Brohse. Zurzeit arbeitet sie an einem Artikel zu den Kinderrechten, die ihr 25-jähriges Jubiläum feiern.

"Wir sind immer stolz, wenn wir die fertige Zeitung in den Händen halten."

Alvina Melle, Mitglied der Schülerzeitungs-Redaktion

Als einziger Junge in der Runde ist Silas Andreas Mitglied der AG. "Es macht Spaß, vor allem die Arbeit am Computer", sagt er.

Die Schülerzeitung deckt ganz viele verschiedene Rubriken ab. So auch einen Ratgeberteil. Um diesen kümmern sich vor allem Michele Böttcher und Josefin Olexy. "Andere Schüler schreiben uns Briefe mit Problemen oder Fragen und wir beantworten sie", erklärt Michele. "Das macht sehr viel Spaß."

Momentan arbeiten die Kinder an Erlebnisberichten zum Projekt "Schüler machen Zeitung" (SchmaZ) der Volksstimme, an dem die Schule in diesem Jahr auch wieder teilnahm. "Jeder schreibt seine Erfahrungen auf und berichtet, wie es war, zwei Wochen lang die Volksstimme zu lesen", so Elke Meinhold.

Auch kleine Rätsel, Witze und Interviews finden ihren Platz in der Zeitung. Außerdem informiert das Jungredakteurs-Team über Neuigkeiten an der Grundschule. "Es ist beeindruckend, wie kreativ die Schüler sind", freut sich Elke Meinhold. Gearbeitet wird meistens an den Schulcomputern. "So lernen die Mädchen und Jungen auch gleich den Umgang mit Schreibprogrammen und Grafikelementen", erklärt sie Schulsozialarbeiterin.

Und am Ende der ganzen Arbeit steht dann ein fertiges Produkt. "Wir sind immer richtig stolz, wenn wir die fertige Zeitung in den Händen halten", freut sich die Viertklässlerin Alvina Melle und erhält zustimmendes Nicken ihrer Mitschüler.