Die besten Vorleser aus den 2., 3. und 4. Klassen der Grundschulen Dobritz, Lindau und Loburg wurden am Donnerstagnachmittag ermittelt. In zwei Runden mussten die Kinder ihre Lesekünste einer Jury präsentieren. Zwei Leseköniginnen kommen aus Loburg, eine aus Lindau.

Dobritz l Dreimal im Jahr suchen die Grundschulen Lindau, Loburg und Dobritz den Vergleich. Einmal wetteifern die Schüler im Zweifelderball, einmal im Rechnen und einmal im Vorlesen. Hintergrund ist, dass die Mädchen und Jungen sich auch mal mit anderen Kindern außerhalb ihrer eigenen Schule messen sollen, erleben, was sie leisten können und wo sie stehen.

Am Donnerstag war die Dobritzer Grundschule Gastgeber für den Vorlesewettbewerb in diesem Schuljahr. Dazu hatte jede der drei Grundschulen aus den 2., 3. und 4. Klassen jeweils die drei besten Vorleser auserwählt. Die Kinder durften im Vorfeld aus drei Texten einen auswählen, den sie üben durften.

Mit dem Vorlesen des bekannten Textes begann der Wettstreit. Nacheinander stellten sich alle Kinder einer Jury vor, die sich aus Lehrern der drei Grundschulen und Eltern zusammensetzte.

Die Aufregung war den Kindern anzumerken und auch, dass sich alle prima mit dem bekannten Text auseinandergesetzt und ihn fleißig geübt hatten. Der schwierigere Teil sollte aber noch folgen: das Vorlesen eines unbekannten Textes. Einmal kurz durchlesen und schon stand die "Prüfung" bevor.

Die Zweitklässler lasen aus einer Geschichte über Hilfsbereitschaft, die Drittklässler über das Mädchen Sophie, dem nur im Sportunterricht immer wieder das Bein weh tat. Eine Herausforderung für die Teilnehmer der 4. Klasse war der Auszug aus dem Zaubertrankunterricht bei Harry Potter.

Nun, da wurden doch Unterschiede im Lesevermögen der Kinder deutlich. Die Jury gab sich größte Mühe, die Punkte zu verteilen. Es kam darauf an, wieviele Fehler beim Lesen gemacht wurden, wie flüssig und ausdrucksvoll der Vortrag war. Die Spannung stieg, als alle Teilnehmer und Eltern, die zum Abholen gekommen waren, im Sportraum zur Auswertung zusammengerufen wurden.

Kerstin Tzanis, die an diesem Nachmittag die Regie bei dem Wettbewerb führte, dankte zunächst den Jurymitgliedern für ihren Einsatz. Sie bescheinigte allen Kindern tolle Leseleistungen. "Nach dem bekannten Text hätten wir noch keinen Lesekönig benennen können", erklärte sie. Die zweite Leserunde sei entscheidend gewesen.

Alle Mädchen und Jungen, die nicht unter den drei Erstplatzierten in ihrer Klassenstufe waren, wurden zunächst nach vorne gerufen, um als Vierte ihre Teilnahmeurkunden in Empfang zu nehmen. Dann wurde den Drittplatzierten gratuliert, so dass es noch spannender wurde, wer jeweils von den beiden übrigen denn nun Lesekönig oder -königin geworden ist.

Zwei Titel gingen in diesem Jahr nach Loburg - an Meike Kroll und Nina Dahms, einer nach Lindau an Iken Eisfeld. In allen Klassenstufen hatten die Mädels die Nase vorn, bekamen die Schärpe und die Krone ausgesetzt (siehe Infokasten). Die ersten drei Plätze wurden mit Urkunden und Preisen bedacht.

 

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