Gommern l Handwerkliches Kochen, gesunde Ernährung, Verzicht auf genveränderte und industrielle Fertigprodukte, Bewahren kulinarischer Traditionen - das sind die Kennzeichen des Euro-Toques Deutschland e.V. Hinter dem Begriff verbirgt sich die Europäische Union der Köche. Seit dieser Woche gehört auch Sven König, Küchenchef auf der Gommeraner Wasserburg, in diese Runde. Mit seiner Unterschrift auf der Urkunde verpflichtete er sich, nach den Richtlinien der Euro-Toques zu kochen. Toques sind übrigens Kochmützen.

"Ich freue mich, dass wir jetzt auch jemanden in Sachsen-Anhalt haben", sagte Wolfgang P. Menge, Präsident des Euro-Toques Deutschland e.V. Wichtig sei dabei auch die Unterstützung des Hauses. Die hat Sven König auf jeden Fall, versicherte Jan Roterberg, Geschäftsführer der Wasserburg zu Gommern, die Gaststätte, Hotel und Brauerei im historischen Gemäuer miteinander vereint. "Wir arbeiten ständig daran, in der Gastronomie Neues hereinzubringen."

Die Wasserburg sei längst überregional bekannt. Aus dem Berliner Raum, aus Leipzig oder Hannover kämen Gäste zum Essen, Feiern und Tagen nach Gommern, sagte Jan Roterberg.

Hinter den Euro-Toques steht die Überzeugung, mit regionalen und saisonalen Produkten zu kochen und die kleinen Lieferanten vor Ort zu stärken. "Spargel und Erdbeeren zu Weihnachten geht nicht", nannte Wolfgang P. Menge ein Beispiel.

Alle Lieferanten der Wasserburg, die zu der kleinen Feierstunde eingeladen waren, konnten nicht teilnehmen. Manche Anbieter sind mit zwei Angestellten so klein, dass für die Stunde auf der Wasserburg keine Zeit blieb.

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