Zerbst l Der Bau einer neuen Sporthalle für das Gymnasium Francisceum in Zerbst-Nord schreitet sichtbar voran. Dank des milden Winters mussten die Arbeiten bislang nicht ruhen - ein Umstand, welcher der ehrgeizigen Zeitplanung entgegen kommt. Denn bereits zum Schuljahresbeginn 2015/16 soll das Gebäude übergeben werden.

Standort ist die Fläche, auf der sich die frühere 6. Polytechnische Oberschule und spätere Sekundarschule befand. Diese war Anfang 2013 abgerissen worden. Im vergangenen November war dort mit der Errichtung einer klassischen Dreifelderhalle begonnen worden. Den ersten Spatenstich vollzog Landrat Uwe Schulze (CDU) damals zusammen mit dem Leiter des Kreisbauamtes Erich Mühlbauer, dem Zerbster Bürgermeister Andreas Dittmann (SPD) und Hartmut Eckelmann, dem Leiter der Anhalt-Bitterfelder Kreiswerke, die als Bauherr und Betreiber der Turnhalle agieren. Nicht fehlen durfte bei diesem symbolträchtigen Termin Henning Messer. Den Schulleiter des Francisceums freute es besonders, dass die Sporthalle nun endlich Gestalt annimmt. Eine kontroverse Diskussion um den Standort hatte für deutliche Verzögerungen gesorgt. So war unter anderem überlegt worden, die Turnhalle in die Ruine der Nicolaikirche hineinzubauen. Die Idee scheiterte letztlich am Nein der Kirchengemeinde.

Das Gymnasium verfügt seit dem Umzug vom Gebäude in der Fuhrstraße (jetzige Ganztagsschule Ciervisti) in die Jeversche Straße nicht mehr über eine normgerechte Turnhalle. Alternativ genutzt werden stattdessen die Sporthalle "Zur Jannowitzbrücke" und die dem Turnverein Gut Heil gehörende Friesenhalle.

Die Gesamtkosten für den jetzigen Neubau sind mit rund 2,2 Millionen Euro kalkuliert. Eine Grundsteinlegung ist für den 19. Februar geplant.

Über Weihnachten kam es übrigens zu einem Diebstahl auf der Baustelle. Ein Krankabel im Wert von 1000 Euro wurde gestohlen.