Ronney. Ganz im Zeichen der Lieblingsbeschäftigung aller Kinder stand das vergangene Wochenende im Umweltzentrum Ronney. Es drehte sich rund ums Spielen. Kein Wunder also, dass die Veranstaltung auf eine unerwartet hohe Resonanz stieß. 18 Mädchen und Jungen zwischen acht und zwölf Jahren ließen sich das aktive wie kreative Angebot nicht entgehen.

Gleich nach ihrer Ankunft am späten Freitagnachmittag entdeckten die jungen Teilnehmer das Gelände der Einrichtung als abenteuerliche Spielwiese. Am Abend zogen sie sich dann ins Haus zurück. Denn mit Einbrechen der Nacht wurde es gruselig in der Elbaue. Kein Biber, sondern ein Werwolf suchte unter schlafenden Bürgern sein nächstes Opfer. Auch eine Hexe, ein Jäger, ein kleines Mädchen und Liebesgott Amor wirkten bei dem Spiel mit.

Tags darauf schlüpften die Kinder in andere Rollen, in die von Eichhörnchen und die der Höhlen, in denen die possierlichen Nager lebten – naja, bis auf eines, das auf der Suche nach einem Platz für sich war, während Stürme tobten und Hochwasser und Brände den Lebensraum der geschickten Baumkletterer bedrohten.

Ein Quiz schloss sich an, bei dem die Mädchen und Jungen bewiesen, wie gut sie sich bereits in der Welt der Tiere auskennen. Wie töten die meisten Spinnen ihre Beute ? Sie lähmen ihre Beute mit Gift, wussten die Acht- bis Zwölfjährigen. Wie Heuschrecken zirpen ? Natürlich, indem sie die Hinterschenkel an die Vorderflügel reiben.

Allerdings wurde nicht nur gespielt und gerätselt. Die cleveren Nachwuchsforscher entwarfen außerdem ein eigenes Geländespiel. Mit Lupen, Fernglas und Fotoapparat bewaffnet schwärmten die Kinder in zwei Gruppen aus, um im Umfeld des Umweltzentrums Lebensräume zu entdecken, diese im Bild festzuhalten und mit einigen beschreibenden Sätzen zu dokumentieren. Herausgezoomte Ausschnitte der Biotope fanden sich am Ende auf laminierten Kärtchen wieder, mit denen jeder junge Besucher der Einrichtung fortan eine Foto-Öko-Rallye unternehmen und die einzelnen Lebensräume im Gelände suchen kann.

Sichtlich mit Spaß genossen die eifrigen Teilnehmer das " Spielemacher " -Wochenende, das den Auftakt für die diesjährigen Kinderbildungswochenenden im Umweltzentrum bildete, wie Einrichtungsleiterin Ramona Schmied Hoboy anmerkte. Demnächst findet das Naturschutzwochenende statt, bei dem Nistkästen kontrolliert werden. Nicht zu vergessen ist der beliebte Musikworkshop, bei dem die Teilnehmer stets eine eigene CD produzieren.