Deichkronen aufgewühlt und umgestürzte Bäume auf den Deichen, bilanziert die Wasserwehr auf ihrer ersten Versammlung des Jahres. Außerdem: Ausbildung, Anschaffungen und Lösungsansätze, die 2015 anstehen (sollten).

Walternienburg l Auf mehr als 4,50 Meter ist die Elbe am Pegel Barby in diesem Jahr bereits schon angestiegen gewesen. Das hieß für die Mitglieder der Wasserwehr ihr Rüstzeug packen und die ersten vorbereitenden Maßnahmen für Schutzmaßnahmen treffen, falls das Wasser weiter steigt.

Doch dazu kam es nicht, kann Hans Wink, Vorsitzender der Wasserwehr, jetzt sagen. Dass zu dieser Jahreszeit das Wasser steige, sei ganz normal. Schneeschmelze ist der Hauptgrund dafür.

Nichtsdestotrotz ist die Wasserwehr achtsam unterwegs - "auch wenn andere es aus den Augen verlieren, wenn die Gefahr nicht direkt da ist", so Wink. Kontrollgänge auf den Deichen und in den gefährdeten Bereichen, vor allem in den Streckenabschnitten Steutz-Steckby-Tochheim-Poleymühle-Walternienburg-Ronney-Flötz-Gödnitz stehen für die derzeit 17 Mitglieder an. Bei der Versammlung der Wasserwehr am Dienstag wurden diese Kontrollgänge bereits zum ersten Mal ausgewertet: "Bei den Deichkronen wurden umgestürzte Bäume aufgefunden, außerdem wurden Beschädigungen gesichtet, die wie Aufwühlungen durch Wildschweine aussehen", berichtet Wink. "Da sollte etwas gemacht werden."

Zudem: "Im Flussbereich hat sich viel getan, das muss man sagen", sagt er anerkennend. "Es wurde viel beschnitten und beräumt - auch in den Kanälen. Aber gehört es nicht dazu, die Beschnittreste auch wegzuräumen und nicht links und rechts liegen zu lassen?", gibt er zu bedenken.

Auch für die Wasserwehr selbst gibt es noch einige Baustellen, an denen sie in diesem Jahr arbeiten wollen: Zum einen sind noch Begehungen im Bereich Poleymühle und Ronney offen. "Diese sind noch in diesem Monat oder im März angedacht. Hier wollen wir auch den Kontakt zu den Anwohnern suchen", sagt Wink. Die genauen Termine würden aber noch bekannt gegeben werden.

Weiterhin soll nach einer ordentlichen Absperrmöglichkeit in Steutz im Bereich Schule und Akener Straße gesucht werden. "Hier drückt es immer, aber wir wissen nicht, woher es kommt, weil der Regenwasserkanal so weit verzweigt ist", klärt Wink auf. Ob Schieber, Rückschlagklappe oder Dichtungsblase hier helfen könnten, soll geprüft werden.

Bereits ein erstes Angebot für eine Dammbalkenverschlusskonstruktion in Walternienburg (ähnlich einer Spundwand, Anmerk. d. Red.) liegt der Wasserwehr bereits vor. "Hier im Kreuzungsbereich liegt dringender Handlungsbedarf vor", weiß Wink. Diese Konstruktion wäre eine dauerhafte Lösung, würde schnell aufbaubar sein und als Gebäude und Anlagenschutz dienen.

Weiterhin steht auf dem Jahresplan 2015 der Wasserwehr auch eine Aufrüstung der eigenen Ausrüstung und auch Bekleidung. Lange hatten sie schon um neue Funktionswetterjacken gekämpft, die sie in diesem Monat endlich bekamen. Außerdem stehen aber auch noch Stiefel, Hosen, Kopfbekleidung und Handschuh auf der Liste. Um vernünftig arbeiten zu können, wird diese Liste noch durch einen PC, einen Drucker, ein Schlauchboot, ein Funkmast und auch Pumpentechnik ergänzt.

"Wir arbeiten viel mit der Feuerwehr zusammen und greifen auch auf vieles von ihnen zurück, aber das geht nicht bei allem", erklärt Wink.

Dass die Zusammenarbeit mit den Feuerwehren funktioniert, zeigt auch die Ausbildung, die die Wasserwehr für die Kameraden der Feuerwehr durchführt. An einem Ausbildungswochenende wird in Theorie und Praxis die Zusammenarbeit zwischen Wasser- und Feuerwehr besprochen und für den Ernstfall geprobt. Die nächsten Termine für die Ausbildungsabschnitte Steutz und Garitz werden bereits vorbereitet.

 

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