Führungswechsel, Zusammenlegung und absoluter Einsatzrekord - eine Menge ist 2014 bei der Ortsfeuerwehr Nutha passiert. Die Kameraden ziehen auf der Jahreshauptversammlung Bilanz.

Nutha l 2014 ist bei der Nuthaer Feuerwehr ein wenig anders gewesen als sonst, aber doch gleich, sagt Thomas Mücke, Ortswehrleiter Nutha. Statt eines Kameradschaftsabends gab es beispielsweise erstmalig einen Feuerwehrball mit allen Mitgliedern des Ausbildungsverbund 1. Oder: Statt zwei Jahresübungen, gab es dieses Mal einen Übungstag.

Einsätze

Aber die Einsätze blieben natürlich gleich - zumindest fast. "Wo ich für 2013 noch den absoluten Einsatzrekord von 27 verkündete, sind wir 2014 bei 31 Einsätzen angelangt und haben damit 2013 übertroffen", zieht Mücke eine nicht ganz glückliche Bilanz. Darunter 23 Brandeinsätze, bei denen sich alle Kameraden beweisen mussten.

Ausbildung

"Hier hab ich gemerkt, dass sich die Ausbildung bezahlt gemacht hat und jeder Einzelne von Einsatz zu Einsatz besser, orientierter und selbstsicherer an seine Aufgabe gegangen ist", kann der Ortswehrleiter sagen. Denn die Nuthaer Kameraden haben 2014 gut nachgelegt, was die Weiterqualifizierung angeht: Drei bestanden die Truppmannausbildung, Zwei die Truppmannausbildung Teil 2, Drei absolvierten den Funkerlehrgang. Weiterhin vervollständigen jetzt die Reihen ein neuer Atemschutzgeräteträger, ein technischer Hilfeleister, ein Motorkettensägenführer und drei Maschinisten. "Aber darauf werden wir uns nicht ausruhen", so Mücke.

Verbesserungswürdig

Aber wo viel gelobt wird, muss auch ein kleines Wort des Tadels erlaubt sein. So zeigt sich der Ortswehrleiter mit den Teilnehmerzahlen am Ausbildungstag nicht zufrieden. "Wo wir im Jahr 2013 noch mit 16 Kameraden die stärkste Truppe waren, nahmen 2014 nur sieben Kameraden die Chance wahr", resümiert er. Ähnlich sah es beim Informationsabend für die Wahl des Stadtwehrleiters aus. "Und dieser Trend setzt sich bei den Diensten und Versammlungen fort: Wo wir in 2013 im Schnitt noch 12,8 Kameraden waren, sind wir 2014 auf 11,2 gesunken", bemängelt er weiter.

2015: Was passieren muss

"Ich hoffe, dass sich jeder Einzelne mehr mit einbringt, auch wenn es beispielsweise um die Nachbereitung von Einsätzen geht oder um das Abbauen von Bänken für den Heimatverein", fordert Mücke seine Truppe auf. Dieses Engagement, hofft er dann auch bei weiteren Qualifizierungen zu sehen, wie beispielsweise bei der Truppführerausbildung. "Denn uns fehlen eindeutig Führungskräfte."

Außerdem hofft Thomas Mücke, dass nach der Zusammenlegung der Wehren Nutha und Hohenlepte wieder einige ausgetretene Kameraden den Weg in die Feuerwehr finden, zumal der Stützpunkt Hohenlepte immer mehr in das Feuerwehrleben einbezogen und genutzt wird. Generell Mitgliedergewinnung sollte jeder Kamerad als seine Aufgabe ansehen, findet Mücke.

Außerdem steht auf dem Plan 2015, den Grundschutz im Dorf herzustellen. Dazu soll der angelegte Löschteich dieses Jahr in Betrieb genommen werden.

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