Neue Bäume sollen in Zerbst wachsen. Insgesamt zieren 13 Eichen, Linden und einige Exoten nun die öffentlichen Flächen. Die Bäume sind Spenden von Zerbstern. Seit 2007 werden die Gewächse während der Lutherdekade gespendet.

Zerbst l 13 neue Bäume hat die Stadt Zerbst seit einige Wochen. Gespendet wurden diese von Zerbster Bürgern oder Menschen, die sich der Stadt verbunden fühlen. Hintergrund der Aktion ist die Lutherdekade. Thomas Meyer, Pfarrer der Sankt-Trinitatis-und-Nikolai-Gemeinde, hatte die Idee dazu. 2007, mit Beginn der Lutherdekade, wurde der erste Baum gepflanzt. 2017 findet dann das Reformations-Jubiläum statt. Deswegen heißen die Bäume auch Reformationsbäume.

In jedem Jahr zum Reformationstag pflanzt der Bürgermeister einen Baum vor der Trinitatiskirche. Er und die Stadt spenden diesen. Die Bäume der privaten Spender werden überall in de Stadt aufgestellt. "Wer einen Wunsch hat, kann diesen äußern", sagte Ute Schilling, die beim Grünflächenamt bei der Stadt Zerbst die Aktion koordiniert. So ließ Katrin Scheuer beispielsweise die Linde in Dobritz pflanzen. Auf dem Schild steht "Tim Scheuer" und der "8. Juni 2014", der Tag seiner Konfirmation.

Sorten werden passend ausgewählt

Wer keinen speziellen Wunsch äußere, der werde darüber informiert, wo der Baum gepflanzt werde, sagte die Sachbearbeiterin. Sie suche dann den Platz und die Art des Baumes aus. "An der Lutherpromenade waren viele Linden. Die Schäden gehen teilweise noch auf Kyrill zurück. Dort stellen wir wieder Linden hin", erläuterte sie. Eichen werden am Boneschen Weg aufgestellt. "Wir sehen halt, wo was passt", sagte sie. Der Baum, den Ullrich Hahn seiner Tochter Henriette zum Abitur widmete, wurde beispielsweise an der Promenade des Francisceums gesetzt.

"Für eine junge Frau wählten wir einen Apfelbaum", eine Trauerbirke wäre da eben nicht passend, machte die Mitarbeiterin scherzhaft deutlich. Einen Ginko wählte Claudia Grothmann als Baum für dieses Jahr. Sie ist mit fünf Spenden diejenige, die am meisten Bäume der Stadt überlassen hat. Und das, obwohl die ehemalige Zerbsterin mittlerweile in Rosdorf wohnt.

Rund einhundert Euro kostet ein Baum. "Plus, minus. Ein Ginko kostet etwas mehr als ein Apfelbaum. Wer ein Schild möchte, muss die Kosten auch tragen", erklärte die Stadtmitarbeiterin. Die Stadt übernehme die Pflanzung des Baumes und dessen Pflege.

"Alles ist vergänglich in unserem Leben. Da kann man mit einem Baum, den man pflanzt, ein Stück Hoffnung setzen", hatte Thomas Meyer einmal gegenüber der Volksstimme erklärt.

Bäume sind ein beliebtes Geschenk

Den Baum könne man wachsen sehen und auch Generationen danach können sagen sich daran erfreuen. Daher sei diese Aktion besonders für private Leute eine schöne Sache. "Auch als Geschenk kommt das immer gut an", bestätigt der Pfarrer.

Ute Schilling spendete übrigens vier Bäume: "Einen für jedes Kind und jeden Enkel", sagte sie und fügte lachend an: "Das war`s nun erstmal. Aber mal sehen, was noch kommt."