Die Lokalredaktion der Volksstimme sucht wieder den Lokalmatador des Jahres. Zur Wahl stehen sechs Menschen, die sich oftmals unbemerkt für andere und die Gemeinschaft einsetzen. Wir stellen sie vor.

Zerbst l Sie sind schon da, wenn die anderen kommen und bleiben nach dem Ende noch ein bisschen länger. Sie übernehmen Aufgaben, weil sie es für wichtig halten, dass diese erledigt werden. Sie verlangen im Gegenzug nichts und finden es oft gar nicht erwähnenswert, was sie so tun. Doch ist es genau das. Das öffentliche Leben wäre ohne die Bereitschaft einiger Menschen, sich für eine Sache und die Gemeinschaft einzusetzen, oftmals nur sehr schwer, manchmal auch gar nicht möglich.

Sechs Menschen aus Zerbst und Umgebung werden wir daher in der nächsten Zeit näher vorstellen und zeigen, was sie Außergewöhnliches leisten. Sie, liebe Leser, können mit dem abgedruckten Originalcoupons abstimmen, welche Leistung sie am meisten beeindruckt und wer Wolfgang Albert als Lokalmatador des Vorjahres folgt.

Annemarie Reimann ist unsere erste Kandidatin und in Grimme aktives Gemeindemitglied. Die 47-Jährige engagiert sich im Ortschaftsrat, im Heimat- und Kulturverein und im Gemeindekirchenrat. Mit vielen Ideen und Impulsen hat sie das dörfliche Leben in Grimme bereichert. Die Mutter dreier Kinder, die an der Hochschule Anhalt tätig ist, hat unter anderem initiiert, dass Grimme am Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" teilnimmt.

Sandra Schmied ist eine engagierte Übungsleiterin beim Turnen im TSV Rot-Weiß Zerbst. Hier bringt sie viel Freizeit ein, um mit den Kindern zu trainieren. Die 45-jährige Zahnarzthelferin aus Bone übernimmt auch andere Aufgaben im Verein, bringt sich bei der Vorbereitung von Dorffesten ein und ist im Elternbeirat aktiv. Die Mutter zweier Kinder gehörte zu denen, die aktiv um den Erhalt der Grundschule im Ankuhn gekämpft haben.

Dr. Petra Prange engagiert sich nicht nur für den Tierschutz. Seit mittlerweile über zehn Jahren besucht die 59-Jährige ehrenamtlich das AWO-Altenpflegeheim in Zerbst. Und sie kommt nie allein, sondern hat stets Katzen oder Hunde dabei. Der Kontakt mit den Tieren belebt die älteren Damen und Herren.

Lea Handwerker geht regelmäßig Gassi. Das an sich ist nicht verwunderlich. Die 14-jährige Gymnasiastin tut das allerdings nicht mit ihren eigenen Hunden, sondern mit den herrenlosen Vierbeinern des Zerbster Tierheims. Überhaupt hilft sie häufig in vereinsgetragenen Einrichtung.

Matthias Krähe ist eigentlich gar kein Zerbster, sondern er wohnt in Loburg. Dennoch ist er im Gemeindekirchenrat der Tritintatisgemeinde, im Förderverein der Bartholomäi-Schule, in deren Schulverwaltungsausschuss, im Zerbster Tierschutzverein und im Förderverein St. Nicolai Mitglied. Darüberhinaus hilft er bei vielen Veranstaltungen mit und schreibt am Gemeindebrief.

Heiko Röder wohnt zwar in Magdeburg, ist aber eng mit Zerbst verbunden. Er hält die Geschichte der Stadt aufrecht, indem er auf seiner Seite www.alt-zerbst.de historische Bilder veröffentlicht.