Die Bilanz ist durchwachsen: Karnevalspräsident Dietmar Mücke war nicht zufrieden mit der Session. Zu wenige Zuschauer wollten die Sitzungen sehen. Eine Sitzung fiel sogar aus.

Zerbst l Zufrieden war Dietmar Mücke mit den Zuschauerzahlen "ganz und gar nicht". Der Präsident des Carnevalclubs "Rot-Weiß" Zerbst (CCZ) schob hinterher: "Die Nachfrage lässt von Jahr zu Jahr weiter nach." Im Schnitt kamen 200 Karnevalsfreunde, 290 passen in die Friesenhalle. "Ab 200 Gäste spielen wir kostendeckend", sagte der Präsident. Seit fünf, sechs Jahren spiele der Club so am Limit des finanziell Ertragbaren. Dass sich weniger als 60 Leute für den Seniorenfasching, die sogenannte Nachmittags- prunksitzung angemeldet haben, war deren Todesstoß. "Wir mussten die Sitzung absagen, weil wir sonst zuviel dazu bezahlt hätten", erklärte Mücke. Dass dies nun schon zum zweiten Mal hintereinander passierte, traf den langjährigen Vorsitzenden besonders. Und er zieht Konsequenzen: "Wir werden im nächsten Jahr den Seniorenkarneval nicht wieder ansetzen", verkündete Dietmar Mücke.

Am besten sei die letzte Prunksitzung verlaufen. Mit rund 250 Gästen war sie auch die meist besucht. "Die wird vom Publikum sehr gut angenommen.

Viele kommen in Kostümen, wir machen eine Kostümprämierung, das hat sich gut herumgesprochen."

Rund drei Stunden Programm haben die mehr als 70 Mitglieder des Vereins auf die Beine gestellt, hervorheben will der Präsident keinen der Programmpunkte.

Er habe Respekt vor allen Leistungen.

"Eine Huldigung war es, dass unsere CCZ-Girls vom Landesverband für den Empfang beim Ministerpräsidenten vorgeschlagen wurden und dort aufgetreten sind."

Mehr Werbung und das Internet als Verkaufskanal erschließen, sind zwei Maßnahmen, mit denen die Karnevalisten gegen den Zuschauerschwund ankämpfen wollen.

Als nächster Punkt stehen die Landesmeisterschaften im Männerballet an, die Ende März mit Zerbster Beteiligung in Stendal stattfinden. Zur Sommernachtswende finde mit der Radtour nach Steutz der Ausklang der 37. Session mit dem Titel "Schlosstribüne, Stadtrats Werk - nun exklusiver Rodelberg" statt.