Gestern unterzeichnete Köthens Bürgermeister Kurt-Jürgen Zander den Sponsoringvertrag mit dem Sparkassenverband. Die Sparkasse ist traditionell Hauptsponsor des Sachsen-Anhalt-Tages, der am 29. Mai in Köthen beginnt.

Köthen l Noch 93 Tage sind es bis zum landesweit größten Fest, das dieses Mal in der Kreisstadt Köthen stattfindet. Die Bachstadt Köthen wird vom 29. bis zum 31. Mai Austragungsort des 19. Sachsen-Anhalt-Tages sein. Gestern unterschrieben der geschäftsführende Präsident des Ostdeutschen Sparkassenverbandes Dr. Michael Ermrich, Markus Klatte, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Anhalt-Bitterfeld und Vorstandsmitglied Axel Koß den Sponsoringvertrag mit Kurt-Jürgen Zander, dem Oberbürgermeister Köthens. Seit Jahren ist die Sparkasse Partner beim Landesfest und wird auch in diesem Jahr Köthen mit "einigen zehntausend Euro" unterstützen, sagte Ermrich. Die genauen Zahlen wollte er nicht veröffentlichen.

Stadtrat muss Sponsoring annehmen

Zwar sei es im Grunde immer der gleiche Beitrag, aber es gebe teilweise auch "Spezifiken, die gelegentlich eine höhere Summe bedingen" und da wolle man keinen Unmut zwischen den Ausrichterstädten stiften. Dass die Höhe des Sponsorings indes doch öffentlich wird, ist nicht unwahrscheinlich. Laut Kommunalverfassung Köthens müsse Spenden oder Sponsoring von mehr als 1000 Euro vom Stadtrat angenommen werden, sagte Oberbürgermeister Zander.

Indes gehen die Vorbereitungen in die heiße Phase. Ina Rauer leitet das Organisationsteam für den Sachsen-Anhalt-Tag in Köthen.

Sie sagt: "Wenn man so etwas zum ersten Mal macht, hat man nicht wirklich eine Ahnung davon, ob man im Zeitplan ist. Sind wir im Zeitplan?", fragte sie scherzend. Gerald Fuchs, der als externer Berater schon seinen elften Sachsen-Anhalt-Tag in Folge begleitet, antwortet: "Ja."

Das Köthener Fest findet anders als die meisten Landesfeste bereits Ende Mai statt. Die Bahn hat Bauarbeiten für den Sommer angekündigt. "Deswegen machen wir es davor." Köthen sei Deutschlands erster Bahnknotenpunkt, ein Umstand, der sich heute noch deutlich bemerkbar mache, erzählte Fuchs. Am Köthener Bahnhof beginne und ende dann auch die Festmeile, erzählte die Chefplanerin. Von dort aus geht es vorbei an der Meile der Hilfsdienste wie Feuerwehr, Polizei, Sanitätsdienste und der Bundeswehr zur Meile der Schichten, dann zur Gesundheitsmeile und daran schließen sich die Wirtschafts- und Innovationsmeile an. "Am Ende kommt dann die Hochschule, die ein ganz hochwertiges Programm macht", sagte Ina Rauer.

In 25 Jahren ist sehr viel in Köthen passiert

Deren Mitarbeiter seien wahnsinnig engagiert, sie freue sich auf die Umsetzung der vielen Ideen, welche die Dozenten und Studenten dort entwickelt haben.

Auf der thematisch geordneten Meile folgen Kirchendorf und Poetenplatz, auf dem alte Texte mit neuer Wortkunst sich mit einem Poetryslam abwechseln sollen. Schließlich endet der Rundgang über eine mehrere Kilometer lange Strecke wieder am Bahnhof. "Der Rundgang ist vollkommen bebaut, es gibt keine Freifläche", so Gerald Fuchs. Die Innenstadt biete ausreichend Platz für die Bühnen, Buden und sonstigen Aufbauten des Festes. "Darum geht es doch. Wir wollen ja in die Innenstädte wie in Wernigerode 2014 oder in Gardelegen 2011." In Köthen sei in den vergangenen 25 Jahren so viel passiert und "es weiß kaum einer", so Fuchs. Köthen sei die "unbekannte Schöne" sagte er.

Auf 150 000 Gäste und mehr an den drei Festtagen bereiten sich die Organisatoren vor. Zwei große Parkplätze, einer aus Richtung Dessau und einer im Süden, werden für die Autofahrer bereitstehen, von wo aus auch Shuttlebusse starten. Die Bahn wird einen Sonderfahrplan zum Landesfest herausgeben.