Zwischen Tochheim und Steckby haben Radfahrer jetzt wieder freie Fahrt. Komfortabel führen nun zwei Betonspurbahnen durch den Wald vorbei am Frederikenberg. Das ausgebaute Stück Elberadweg wurde gestern offiziell eingeweiht.

Tochheim/Steckby l Ja, gestern lud das Wetter schon ein, sich auf das Fahrrad zu schwingen. Das taten denn auch einige Radfahrfreunde, um bei der Einweihung des ausgebauten Teilstücks des Elberadweges zwischen Tochheim und Steckby dabei zu sein. Symbolisch wurde das rot-weiße Absperrband durchschnitten.

Diese Aufgabe übernahmen der Zerbster Bürgermeister Andreas Dittmann sowie die Ortsbürgermeister der Ortschaften, in dessen Gemarkung der Radweg liegt, Regina Frens aus Steutz und Gustav Schäm für Hohenlepte. Vor Ort waren natürlich auch alle am Ausbau involvierten Firmen und Verantwortlichen präsent.

Die Eröffnung sei die logische Fortsetzung der Vorgeschichte, so Bürgermeister Dittmann. Viele Jahre war um den Lückenschluss diskutiert worden. Für und Wider waren abgewägt, alle Interessen herangezogen, die Frage der Finanzierung gestellt. Das Verbindungsstu¨ck Steckby-Tochheim geho¨rte bislang zu den schlechtesten Abschnitten des mehrfach zum beliebtesten Radwanderwegs Deutschlands gekürten Elberadwegs. Als das Projekt im Stadtrat im vergangenen Jahr gerade begraben war, kam 14 Tage später der Bewilligungsbescheid, erinnerte sich Dittmann.

Die Arbeiten begannen Ende September 2014. Auf einer Strecke von etwa sechs Kilometern wurden zwei Betonspurbahnen von je einem Meter Breite angelegt. Eine Schikane wird künftig verhindern, dass Fahrzeuge unberechtigt den Weg benutzen. Bauausführende Firma war die Strabag. Planung und Betreuung lagen beim Ingenieurbu¨ro Wasser und Umwelt. 650000 Euro wurden verbaut. Hinzu kommen 70000 Euro Nebenkosten. Zu 80 Prozent konnte das Projekt gefördert werden - mit Mitteln des Landes und des Bundes. 20 Prozent waren Eigenleistung, informierte der Zerbster Bürgermeister.

Andreas Dittmann dankte allen, die nicht den Mut verloren haben und das Vorhaben über die Jahre begleiteten. Den Radfahrern wünschte er viel Spaß beim Fahren und allen, dass der Weg lange erhalten bleibt. Man hoffe jedoch, dass die Radfahrer aber nicht zu schnell durchreisen, denn man wolle sie ja hier behalten, verwies er auf die touristische Bedeutung des Elberadweges für die Region.

Am ersten Abzweig des Weges wartete auf der sonnenbeschienenen Lichtung ein kleiner Imbiss auf die Gäste der Eröffnung, so dass sich noch ein reger Gedankenaustausch ergab. Die Radfahrer machten sich weiter auf den Weg nach Steckby, wo noch eine weitere Überraschung am Ende oder Beginn des sanierten Radweges wartete...