Zerbst (dap) l Mit schnellem Internet und hohen Datenübertragungsraten kann Zerbst bislang nicht punkten - zwischen Kilobit und Megabit schwankt das Volumen. Nur vereinzelt gibt es Breitbandzugänge. Das gilt ebenfalls für das Umland. Um die Situation zu verbessern, führte die Stadt eine Marktkonsultierung durch. Im Ergebnis erklärte sich einer der größten Netzbetreiber zum Regelausbau bis 2017 bereit - allerdings nur in einzelnen Ortschaften. "Dazu lieferte dieser eine Auflistung von Kabelverzweigerstellen, welche nach Postleitzahl und Vorwahlbereich geordnet sind", informierte Bürgermeister Andreas Dittmann (SPD) am Mittwochabend im Stadtrat, dass derzeit die Aufschlüsselung dieser Daten erfolgt. Dies übernimmt das Büro GRK Potsdam, welches auch die Machbarkeitsstudie erstellt hat. Die Darstellung des Versorgungsgebietes werde bis Mitte März erwartet.

"Des Weiteren findet am 10. März eine Beratung zur Förderung von Breitbandanschlüssen mit einem Vertreter der Staatskanzlei des Landes Sachsen-Anhalt statt", teilte Dittmann mit. Nach dem Gespräch soll die Planung zur Erstellung der Ausschreibung der Breitbandversorgung für Zerbst vorbereitet werden. Dies geschieht auf Basis des Konzeptes zur Schließung einer Wirtschaftlichkeitslücke beziehungsweise der Gewährung eines Investitionskostenzuschusses.

Zugleich äußerte der Bürgermeister sein Verständnis, dass mancher das Prozedere als langwierig empfindet. Zumindest im Landkreis Anhalt-Bitterfeld nehme die Stadt jedoch eine Vorreiterrolle ein, soll dort erst jetzt über die Beauftragung einer Machbarkeitsstudie abgestimmt werden. "Das bedeutet in der Konsequenz, dass die übrigen kreisangehörigen Kommunen diese Studie zwar serviert bekommen, wir aber einen Zeitvorsprung von bis zu zwei Jahren haben", gab er zu bedenken.