Alle Jahre wieder ist der Orchestermusiker Thomas Fichtner an der Walternienburger Grundschule zu Gast, um den Kindern Musik und Instrumente näher zu bringen.

Walternienburg l Es ist eine schöne Tradition, dass die Kinder der Walternienburger Grundschule Musik und Instrumente auch anders als im normalen Unterricht erleben. Es gehört zum vielseitigen Angebot der kleinen Schule, dass Höhepunkte im Schulalltag geschaffen werden und das in allen Fächern. So kommt Thomas Fichtner, Orchestermusiker bei der Anhaltischen Philharmonie, seit vielen Jahren schon nach Walternienburg, um mit den einzelnen Klassen verschiedene Projekte durchzuführen.

Die Erstklässler durften ihn in dieser Woche mit "Josa und der Zauberfiedel" erleben. Die Zweitklässler brachten mit ihm Gedichte zum Klingen und erfuhren, dass ein Lied in allen Dingen schläft. In der 4. Klasse war Fichtner bereits in der vergangenen Woche und hatte das Biest dabei, das Mona heißt.

Die Mädchen und Jungen der 3. Klasse waren nicht nur aufgefordert, eigene Instrumente mit in die Schule zu bringen, sondern auch Pinsel, Farbe und Papier auf dem Tisch vor sich bereit zu halten. Um "Eine kleine Farbmusik" ging es in ihrem Projekt. Mit Mozart beschäftigen sich die Kinder im Unterricht, da müsse er nichts vermitteln, meinte Fichtner. Was er mit den Schülern erarbeite oder ausprobiere, geht über den Unterricht hinaus.

Wie klingt die Musik?, wollte er von den Mädchen und Jungen wissen. Seine Geige ließ er erklingen, gab sich aber mit den Beschreibungen der Kinder "schön", "traurig", "wütend", "laut" oder "leise" nicht recht zufrieden. Dafür ließ er sie mit dem Finger in der Luft beschreiben, wenn die Musik "spitz" oder "rund" klang. Nach dem Finger in der Luft ging es mit Pinsel und Farbe aufs Blatt. Punkte und Striche füllten nach den Klängen der Geige das Papier der Kinder, ganz unterschiedlich, je nach Temperament.

Doch nicht nur Bilder aus Musik entstanden. Umgekehrt wurden die Bilder auch wieder in Musik zurück übersetzt. Eine tolle Erfahrung für die Drittklässler, die begeistert bei der Sache waren. Die mitgebrachten Instrumente, wie Saxophon und Keyboard, kamen zum Einsatz, ebenso die verschiedenen vorhandenen Rhythmusinstrumente.

Thomas Fichtner freut sich, wenn die Kinder aufgeschlossen bei seinen Projekten mitmachen. "Das ist immer eine Bereicherung", erklärte Klassenleiterin Petra Hellmuth, die hofft, dass es auch künftig möglich sein wird, dass Fichtner in Walternienburg zu Gast sein kann und die Tradition an der Schule weiter bestehen wird. Durch solche Angebote erhalten die Kinder einen aktiven Zugang zur Welt der Musik und des Theaters.