Die Stadtbibliothek kann eine positive Bilanz für das vergangene Jahr 2014 ziehen. Für 2015 sind erneut zahlreiche Aktivitäten geplant. Es kann aber auch zu großen Veränderungen kommen.

Zerbst l Die Zerbster lesen noch immer gern Bücher aus der Bibliothek der Stadt. Zwar gab es leichte Rückgänge an Nutzern, aber noch immer sind 900 registriert. Dazu kommen 196 Neuanmeldungen aus dem vergangenen Jahr, "aber damit wollen wir uns trotzdem nicht zufrieden geben", sagt Margitta Benecke, Leiterin der Stadtbibliothek.

In den abgelaufenen Monaten des vergangenen Jahres haben die Mitarbeiter der Bibliothek insgesamt 102 Veranstaltungen organisiert, "in denen wir rund 1700 Gäste begrüßen konnten".

Stadt, Kreis und Land sichern Fortbestand

Auch in den kommenden Jahren sei der Fortbestand der Bibliothek gesichert. Dazu tragen die Mittel aus dem städtischen Haushalt ebenso bei wie Förderungen des Landkreises und Sachsen-Anhalts.

Dennoch mussten 2014 die Jahresgebühren für Erwachsene von fünf auf 7,50 Euro angehoben werden. "Jedoch liegen sie damit immer noch in einem zumutbaren Bereich gemessen an den vielfältigen Leistungen, die durch die Stadtbibliothek angeboten werden", weiß Margitta Benecke mit Blick auf die anderen Einrichtungen in Deutschland.

Wird die Bibliothek bald sonnabends geöffnet?

Wenn sie darauf schaut, dann bekommt sie auch die aktuelle Diskussion um Wochenendöffnungszeiten der Bibliotheken mit. Aktuell hat das Haus in der Dessauer Straße 23 Stunden in der Woche geöffnet. "Wie bereits in der Analyse der statistischen Ergebnisse von 2014 angedeutet, müssen wir unsere Angebote ständig hinterfragen und nach neuen oder anderen Wegen zur Umsetzung unserer Aufgaben als Kultur- und Bildungseinrichtung suchen", sagt Benecke.

Dabei handelt es sich um eine mögliche Öffnung an Sonnabenden. "Wir wollen erfragen, ob sich eine Öffnung lohnt", erklärt die Bibliotheksleiterin. Dabei spiele aber auch der Zeitfaktor der Mitarbeiter eine nicht unwichtige Rolle. "Wir müssen eine mögliche Öffnung natürlich auch in unsere Abläufe integrieren können."

Die Befragung der Bibliotheksbesucher soll noch im März beginnen. "Sie erfolgt anonym", erklärt Margitta Benecke. An der Kasse werden die Fragebögen von den Mitarbeitern ausgeteilt.