Zerbst l Sie atmen, glucksen und weinen - täuschend echt sind die Babysimulatoren, mit denen sich werdende Eltern auf den Alltag mit einem Neugeborenen vorbereiten können. "Die programmierbaren Puppen sollen für die Bedürfnisse eines Babys sensibilisieren", erklärt Silke Schmidt. Sie leitet den vierwöchigen Kurs "Care your Kid - Umsorge dein Kind", den die Schwangerenberatung des Diakonischen Werkes in Zerbst anbietet. Fünf Frauen nahmen am ersten Durchgang 2014 teil.

"Unser Ziel ist es, den Kurs viermal jährlich durchzuführen", erzählt Silke Schmidt, dass der nächste in Kürze starten soll. Bis 15. März können sich Interessenten bei ihr für die praxisnahe Vorbereitung auf die vielfältigsten Situationen mit dem frisch geborenen Nachwuchs anmelden. "Ich stelle immer wieder fest, dass das Zusammenleben mit einem Säugling romantisiert wird", sagt sie. Die Realität ist mitunter ernüchternder, geprägt von Schlafmangel, unruhigen Nächten und einem schreienden Sprössling, der sich womöglich nicht beruhigen lässt. Wie sich solch stressige Situationen meistern lassen, ist ebenso Inhalt des präventiv angelegten Kurses wie die Pflege und Ernährung eines Babys im ersten Lebensjahr oder die Bewältigung des Alltags mit einem Kind. Der kostenlose Kurs vermittelt Grundlagenwissen und zeigt Möglichkeiten auf, all die neuen Herausforderungen zu meistern. Dafür stehen fünf Babysimulatoren zur Verfügung, mit denen sich das Füttern, Trösten, Beruhigen und ebenso wichtige Kuscheln genauso üben lässt wie das Wickeln, Waschen und Anziehen. Zu den speziellen Puppen gehört auch jene, die die Folgen eines Schütteltraumas sichtbar macht.

Angeschafft wurden diese übrigens durch das Jugendamt des Landkreises Anhalt-Bitterfeld - konkreter Partner ist hier der Sachbereich "Frühe Hilfen".

Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.