Die Tourenvorschläge des Gommeraner Wegewartes Steffen Grafe laden die Volksstimme-Leser ein, die Einheitsgemeinde Gommern zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu erkunden.

Gommern l Mit knapp 20 Kilometern gehört die letzte Radtour durch die Einheitsgemeinde Gommern, die Wegewart Steffen Grafe empfiehlt, zu den kürzeren Strecken. Ausgangspunkt ist wie gehabt die Gommeraner Wasserburg. Durch die Stadt geht es über den Bahnübergang und die Karither Straße in Richtung B 184. "Dieses Mal fahren wir aber nicht über Pöthen, sondern direkt nach Karith", erklärt Steffen Grafe. Dafür bietet sich der ländliche Weg geradezu an. Denn theoretisch ist das Asphaltband nach FFOG (Feld- und Forstordnungsgesetz) für Kraftfahrzeuge gesperrt, mit Ausnahmen des land- und forstwirtschaftlichen Verkehrs. Praktisch sieht es meist etwas anders aus.

In Karith empfieht Steffen Grafe den Kopf auch einmal nach oben zu nehmen. "Überlandleitungen sieht man heutzutage nicht mehr sehr oft." Im Herbst würden sich die Schwalben dort sammeln.

Rastplatz eignet sich gut für eine kleine Pause

Die Radler fahren geradeaus durch den kleinen Ort und bleiben auf dem Vehlitzer Weg. Nach links führt am Ortsausgang der ländliche Weg zu den Windrädern und bis nach Nedlitz. Auf dem Vehlitzer Weg bietet sich über die Äcker hinweg eine weite Sicht. Nicht nur bei Sonnenschein macht sich ein Gefühl von Frühling breit. Im Schatten des Waldes wird es jedoch wieder etwas kühler.

"In Vehlitz biegen wir auf der Hauptstraße nach links ab und fahren durch den Ort und bis über die Ehlebrücke", erläutert Steffen Grafe. Nach nur sechs Kilometern ist das Hauptziel der Radtour schon erreicht. Das Vehlitzer Denkmal für die Befreiungskriege: die etwa sechs Meter hohe Feldsteinpyramide mit dem großen Findling an der Spitze, der die Aufschrift trägt "5. April 1813 - 1913".

"Der Rastplatz eignet sich sehr gut für eine kleine Pause", rät der Wegewart. Über den landwirtschaftlichen Weg geht es an der (berühmt-berüchtigten) Tongrube vorbei bis nach Dannigkow.

Es besteht aber auch die Möglichkeit, von Vehlitz erst einen Abstecher nach Ladeburg zu unternehmen. Dann können die Radler alle drei Denkmäler zu den Befreiungskriegen in Augenschein nehmen.

Auf der Etappe nach Ladeburg erwartet die Radler allerdings eine lange Gerade. Die Strecke könne sich herrlich fahren, wenn der Wind von hinten kommt. Aber wehe, er weht unangenehm von der Seite oder von vorn. "Da muss man sich dann schon ein bisschen anstrengen, aber es lohnt. Es ist wirklich eine schöne Tour", macht Steffen Grafe den ungeübten Radlern Mut.

In Ladeburg steuern die Radler ebenfalls auf das Denkmal zu. Dort ist in der Mitte des Findlings eine Tafel mit der Aufschrift angebracht: "Von hier aus zogen am 5. April die verbündeten preußischen und russischen Truppen, um dem Feinde die erste Niederlage zu bereiten (...)".

"In Dannigkow fahren wir natürlich auch am Denkmal vorbei und hinter der Feuerwehr auf den Radweg, der uns zurück nach Gommern bringt", erklärt Steffen Grafe. Ohne Umweg sollte der Fahrradcomputer zurück auf der Wasserburg knapp 20 Kilometer anzeigen.

Preisrätsel zur Serie sucht drei Gewinner

Aber wieviel Kilometer haben die Radler auf den sieben Touren zu ihren Zielen zurückgelegt? Es zählt jeweils die Hinfahrt. Ausnahmen sind der Spaziergang durch das Gommeraner Stadtgebiet und die letzte Tour, die als Rundkurs angelegt ist.

Waren es

a) 95,5

b) 195,5

c) 295,5 Kilometer?

Wissen Sie die richtige Antwort? Dann beteiligen Sie sich am Preisrätsel. Postkarten senden Sie an die Stadtinformation Wir für Gommern, Platz des Friedens 9, 39245 Gommern oder persönlich in der Stadtinfo abgeben (Öffnungszeiten siehe Infokasten). Die Lösungen können auch per E-Mail an info@wirfuergommern.de eingesandt werden. Absender nicht vergessen! Der Stadtförderverein Wir für Gommern und die Volksstimme stellen drei Preise zur Verfügung. Einsendeschluss ist am Mittwoch, 18. März.

Die nächste geführte Tour bietet Wegewart Steffen Grafe am Sonnabend, 28. März, nach Dornburg an. Treffpunkt ist um 13.30 Uhr die Wasserburg. Am Dornburger Hafen hat Steffen Grafe einen Zeitzeugen eingeladen, der über die Arbeit dort berichten wird. Im Anschluss ist ein Picknick geplant. Die Tour ist etwa 25 Kilometer lang.

Am Sonnabend, 4. April, findet die Osterwanderung statt, und am Sonnabend, 18. April, nimmt der Wegewart Radler mit nach Plötzky und zur dicksten Eiche der Umgebung.

Wer bei einer Tour mitfahren möchte, meldet sich in der Stadtinformation an.

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