Unter dem Motto "Kennen Sie Ihre Heimat?" suchten wir in dieser Woche die Frauentormühle, auch einfach als Frauenmühle bekannt. Erneut schilderten zahlreiche Leser ihre Erinnerungen an das technische Denkmal an der Stadtmauer.

Zerbst l Beim Heimaträtsel in dieser Woche konnten alle Anrufer die richtige Lösung nennen. Natürlich handelt es sich bei dem Gebäude auf dem historischen Bild um die Frauenmühle an der Stadtmauer aus dem Mittelalter. Die Mühle hatte auch Viktoria Müller aus Zerbst sofort erkannt. "Den Weg an der Mühle entlang kenne ich gut", sagt sie. Und die Mühle ist für sie ein ganz besonderer Platz: "Dort ist im August 2014 das erste Bild mit meinem Ehemann enstanden", erinnert sie sich.

Die richtige Lösung hatte auch die Zerbsterin Annemarie Gründer parat. Sie erzählt: "Vor vielen Jahren wohnte dort eine Familie namens Lorenz. Das muss nach 1945 gewesen sein, weil zu der Zeit die Sowjets in der Goethestraße wohnten. Mein Opa war damals Müller und arbeitete auch in der Mühle. Selbst bin ich auch vor längerer Zeit mal drinnen gewesen. Es ist einfach schön, dass die Mühle so schön hergerichtet worden ist."

Der Zerbster Detlef Teßmann kann sich nicht mehr erinnern, wie oft er an der Frauenmühle vorbeigegangen ist. "Das war meine Abkürzung zum Kino, den Weg habe ich ziemlich oft gemacht." So habe er auf seinem Weg an der mittelalterlichen Stadtmauer entlang immer verfolgen können, wie es um die Mühle stand. "Eine Zeitlang ist sie ja ganz schön verfallen, bis die Familie Handrich sich an die Sanierung gemacht hat. Jetzt ist die Mühle wieder ein richtiges Schmuckstück", findet Teßmann.

Helmut Lehmann aus Zerbst hat einige Erinnerungen an seine Familie im Zusammenhang mit der Frauenmühle mit der Volksstimme geteilt. "Als ich noch ein Kind war, bin ich öfter mal mit meinem Opa Richard zur Frauenmühle gegangen. Das war schon nach der Zerstörung von Zerbst im Zweiten Weltkrieg. Wir hatten immer einen Handwagen dabei, wenn wir zur Mühle gegangen sind. Damals gehörte die Mühle der Familie Fäder, und mein Opa nannte deren Opa immer Paul." Schrot und Kleie hätten sie bei der Mühle gekauft und diese dann mit dem Handwagen nach Hause transportiert. "Seit die Mühle wieder hergerichtet ist, bin ich auch bei einigen Führungen mit dem ehemaligen Müller Günther Zacharias gewesen und habe mich innen umsehen können. Ich freue mich, dass die Mühle momentan offenbar in so guten Händen ist."

Siegfried Schellin aus Güterglück wusste auch sofort, dass die Frauenmühle auf unserem Bild gemeint war. Vor längerer Zeit sei er bei einem Rundgang an der Stadtmauer eben auch an dieser Mühle vorbeigekommen, bei einer Führung konnte er einen Blick ins Innere der Mühle werfen. "Das Mahlwerk ist komplett erhalten, wie ich bei der Besichtigung sehen konnte. Das ist auf jeden Fall sehenswert, ich kann nur empfehlen, einfach mal reinzuschauen, wenn es möglich ist", sagt er. Möglich ist das für gewöhnlich zum Mühlentag im Mai.

Birgit Herrmann aus Nutha kennt die Frauenmühle von einer Stadtführung, auch Ingrid Kuhrt aus Eichholz wusste die richtige Lösung unseres Heimaträtsels. Frau Gisela Thiem hat uns die Lösung sogar in Versform überbracht.

Unter allen Anrufern haben wir einen Sachpreis verlost. Über eine Reisetasche darf sich Viktoria Müller freuen. Diese kann ab Montag in der Zerbster Lokalredaktion, Alte Brücke 45, abgeholt werden.

 

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