Gut ausgestattet, super Nachwuchs, viel Engagement - die Bilanz der Steutzer Wehr ist gut. Einzig mehr Aus- und Weiterbildung wünscht sich der Wehrleiter.

Steutz l "Ich sage immer, die Feuerwehr kann nicht nur Spaß sein", sagte Marco Schröter bei der Jahreshauptversammlung der Steutzer Wehr. Der Ortswehrleiter hatte dabei die Jahresauswertung der Dienststunden im Blick, in denen sich widerspiegelte, dass die Beteiligung durchaus höher sein könnte. Von den 34 aktiven Kameraden schafften nur 14 die vorgeschriebenen 40 Ausbildungsstunden in 2014. "Mein Appell an euch: Versucht, euch mehr an Ausbildungsdiensten zu beteiligen", forderte Schröter.

Jeder Einsatz, zu dem die Steutzer Wehr gerufen wurde, konnte in 2014 gefahren werden. 10,5 Kameraden standen dafür im Schnitt parat. "Aber darauf dürfen wir uns nicht ausruhen", betonte der Ortswehrleiter, denn es gab auch kleinere Probleme.

"Bei einem Einsatz musste erst ein Maschinist aus Zerbst kommen und bei einem anderen war keine Führungskraft vor Ort", zählte Schröter auf. Und dass alle anderen Einsätze gut besetzt waren, entspringt dem glücklichen Umstand, dass einige Schichtarbeiter in der kritischen Zeit zwischen 6 und 18 Uhr zu Hause waren. Um an dieser Stelle mehr Sicherheit in die Einsatzbereitschaft zu bekommen, wünscht sich Marco Schröter mehr Einsatz und Interesse bei der Ausbildung zum Gruppenführer oder Maschinisten unter seinen Kameraden. "Auch an den Träger der Wehr appelliere ich, Lösungen zu finden, wie mehr Kräfte im Ort oder in der Nähe gebunden werden können."

Viel Lob hatte der Wehrleiter für die Nachwuchsabteilungen übrig. "Unsere Mitgliederzahlen zeigen, wie gut die Nachwuchsförderung bei uns funktioniert."