Auf viele Aktivitäten konnte der Traditionsverein Kleinbahn des Kreises Jerichow I im zurückliegenden Jahr verweisen. In der Jahreshauptversammlung zog der Vereinsvorsitzende eine Bilanz.

Magdeburgerforth l Der Wunsch von einer eigenen Dampflok für den Traditionsverein Kleinbahn des Kreises Jerichow I" wird Wirklichkeit. Die Bemühungen dafür liefen bereits im Jahr 2014 (Volksstimme berichtete). Die Lok konnte inzwischen bezahlt werden. "Das Spendenergebnis von 9240 Euro innerhalb kurzer Zeit ist herausragend. Es haben sich viele Vereinsmitglieder beteiligt, aber auch eine Reihe vereinsfremder Personen", freute sich Vereinsvorsitzender Kilian Kindelberger. Die Vereinsmitglieder hoffen, sie am Ostermontag erstmals öffentlich präsentieren zu können.

Ein wichtiges Ziel war auch im letzten Jahr der Aufbau der Strecke zum neuen Haltepunkt Magdeburgerforth-Lindenstraße. In vielen unermüdlichen Einsätzen wurden 300 Meter Gleis errichtet, etwas mehr als die Hälfte der Strecke. Doch nicht nur an der Strecke wurde gebaut, auch im Bahnhof selbst, wo durch den Einbau einer Weiche die Anbindung von Gleis 2 erfolgen konnte und der östliche Bahnhofskopf sein historisches Aussehen wiederbekam. Auch an der "alten" Strecke Richtung Lumpenbahnhof mussten Erhaltungsarbeiten durchgeführt werden. Kilian Kindelberger: "Bei den Gleisbauarbeiten bekamen wir immer wieder Unterstützung sowohl von der Firma Lückebau aus Jerichow und die Lehrlinge der Bahnbaugruppe aus Königsborn. Auch tschechische Eisenbahner aus Frydlandt unterstützten uns." Durch Spendengelder erworbene Gleisbautechnik (zum Beispiel Bockkran) erleichtert den Vereinsmitgliedern das Arbeiten und erhöht die Sicherheit.

Zur Vereinfachung des Einschottern der Gleise erhielt der Traditionsverein als Leihgabe den Schotterwagen aus Schönheide. "Für den zukünftigen Ausbau unserer Gleisanlagen wurde mit der Molli GmbH ein Vertrag über den Kauf von fünf Weichen geschlossen, die wir im November 2015 bekommen werden."

Als zentrale Aufgabe war die Sicherung des Fahrbetriebes auf der Museumsbahn formuliert. Der Fahrbetrieb konnte an zwölf Tagen, inclusive der Bahnhofsfeste, angeboten werden. Dazu kamen mehrere Charterfahrten. Kilian Kindelberger: "Insgesamt wurden dabei 752 Fahrkarten verkauft. Zu den beiden Bahnhofsfesten kamen zirka 320 Besucher."

An den Fahrtagen kamen die V 10 C und der Personenwagen 973-001 sowie ab September auch 970-823 zum Einsatz. Die Lok legte 186 km im Personen- und Arbeitszugdienst zurück Die vielen oft auch kleinen Arbeiten an den Fahrzeugen, ob Wartung oder Aufarbeitung, waren sehr zeitintensiv und fanden unter nicht einfachen Bedingungen statt.