Am 16. April 1945 jährt sich zum 70. Mal die Zerstörung der Stadt Zerbst im Zweiten Weltkrieg. Mit Helmut Hehnes Vortrag "Nur das Feuer war Zeuge!" erinnerte der Heimatverein im Rahmen der 50. Kulturfesttage an den Bombenangriff.

Zerbst l "Erinnerungsarbeit ist nötig... Wir sind sie den hunderten unschuldigen Opfern in unserer Stadt schuldig", betont Helmut Hehne. Er selbst war noch ein Kind, als am 16. April 1945 das schreckliche Inferno über Zerbst hereinbrach. Anhand vieler, teils erstmals öffentlich gezeigter Fotografien und Dokumente schildert der Hobbyhistoriker die sinnlose Zerstörung der Stadt kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges. Gebannt folgen die Zuhörer im voll besetzten Katharinasaal der Stadthalle seinen Ausführungen. Zwischendurch erzählen weitere Zeitzeugen ihre bewegenden, persönlichen Erlebnisse, als Zerbst in einem glutroten Flammenmeer unterging. Hehne beschreibt ebenfalls, wie Dr. Herrmann Wille und Heinrich Gelzenleuchter unter Einsatz ihres Lebens das Einstellen des Artilleriebeschusses bewirkten und die Zerbster ihre Stadt aus den Trümmern wieder aufbauten.

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