Zügig schreitet der Neubau der Zweifeld-Turnhalle für das Zerbster Francisceum voran. Gestern konnte am Wegeberg bereits Richtfest gefeiert werden. Ab dem kommenden Schuljahr soll die moderne Sportstätte von den Gymnasiasten genutzt werden können.

Zerbst l Klirrend zerschellt das Sektglas auf dem Boden - ein gutes Omen für den Turnhallenneubau des Gymnasiums. Zügig nimmt die Sportstätte am Wegeberg Gestalt an. "Schneller kann man nicht bauen", konstatiert Erich Mühlbauer. Am 28. November 2014 erfolgte der symbolische Spatenstich, am 19. Februar 2015 die Grundsteinlegung und gestern nun bereits das Richtfest, lässt der Bauamtsleiter die wichtigen Eckdaten noch einmal Revue passieren. Er ist glücklich, dass alles dermaßen reibungslos funktioniert.

Auch Landrat Uwe Schulze (CDU) ist zufrieden mit dem "sehr guten Zeitablauf". Wenn alles wie vorgesehen klappe, könnten Lehrer und Schüler des Francisceums bereits mit Beginn des Schuljahres 2015/16 hier "tüchtig schwitzen". "Wir sind stolz und freuen uns drauf", erklärt Veronika Schimmel. "Es ist Wahnsinn, was in den vergangenen Jahren an unserer Schule passiert ist und wie sich die Bedingungen verbessert haben", ist die stellvertretende Schulleiterin dankbar für die umgesetzten Maßnahmen. Erwähnt seien die energetische Sanierung des früheren Klostergebäudes oder auch der verglaste Eingangsbereich. Mit der Schulsporthalle wird nun ein Projekt realisiert, das seit 2009 im Gespräch ist. Eine kontroverse Standortdiskussion verzögerte das persönliche politische Versprechen von Uwe Schulze um Monate. So war überlegt worden, die Turnhalle in die Ruine der Nicolaikirche hineinzubauen. Diese Idee scheiterte letztlich am Nein der Kirchengemeinde.

So wird die Sportstätte jetzt an der Stelle errichtet, wo bis 2013 die Sekundarschule Nord stand. Mit dem Bau und Betrieb der entstehenden Zweifeld-Turnhalle sind die Anhalt-Bitterfelder Kreiswerke betraut. Der Landkreis wird die Anlage nach Inbetriebnahme mieten. Durch die Unterstützung der Stadt Zerbst steht diese künftig ebenfalls den Vereinen zur Verfügung, wie Uwe Schulze anmerkt.

Gemeinsam mit Kreiswerke-Geschäftsführer Hartmut Eckelmann obliegt es dem Landrat, beim Richtfest einen Nagel ins Gebälk zu schlagen. Ganz hinauf auf den Dachstuhl der gut 45 mal 22,50 Meter großen Halle müssen die beiden dazu nicht, sondern nur bis auf den deutlich niedrigeren Umkleide- und Sanitärtrakt. Zuvor hat Herbert Aigner den Richtspruch verlesen. Er ist Zimmermann bei der österreichischen Firma, die die eindrucksvollen Leimholzbinder für die Tragkonstruktion angefertigt hat. Die mächtigen Querbalken werden sichtbar bleiben, wie Heike Feldmann vom beauftragten gleichnamigen Zerbster Architekturbüro mit Blick auf die Hallendecke erläutert. Bis Ende April sollen die Dacheindeckung und der Rohbau fertig sein, im Mai mit dem Innenausbau begonnen werden.

 

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