Die Tiefbauarbeiten auf dem Marktplatz in Zerbst sind wieder aufgenommen worden. Im Zusammenhang mit dem Baufortschritt am Generationenhaus konzentrieren sie sich vorrangig auf den Bereich zwischen Nicolaikirche und Schleibank.

Zerbst. Zwölf Kastenplatanen kennzeichnen ab sofort den ehemaligen Standort des Zerbster Rathauses. Sie sollen statt der früher vom Rathaus, ab den 1980 er-Jahren dann vom " Block 38 " gebildeten Baumasse für den nördlichen Abschluss des Marktplatzes sorgen. Weil der Winter bis vor wenigen Tagen mit Bodenfrost jeden Baufortgang verhinderte, ist nun Eile geboten, die Bäume zügig zu pflanzen.

Die Markt-Planung ist um ein Baufeld erweitert worden, wie Bernd Köhler, Amtsleiter Bauverwaltung / Tiefbau im Zerbster Rathaus, gestern informierte. Es handelt sich um den Bereich zwischen Generationenhaus- " Nordflügel " und Nicolaikirchenruine. " Es ergibt sich ein Unterschied im Niveau, wenn der Markt wie vorgesehen neu befestigt worden ist. Das neue Pflaster kommt dort oben auf tieferem Niveau an als der Bereich jetzt ist. Deshalb wurde ein weiteres Baufeld angelegt, auf welchem im Wesentlichen Boden abgetragen wird, damit Markt- und Schleibank-Niveau übereinstimmen ", so Köhler. Die Arbeiten seien mit dem Fördermittelgeber abgestimmt, die zusätzlichen Kosten anerkannt worden.

Für den Fortgang am BWZProjekt " Generationenhaus " ist das Höhenniveau gerade aktuell von entscheidender Bedeutung. Dort wird unter Hochdruck im Inneren, jetzt auch im Außenbereich an der Fertigstellung gearbeitet. Morgen ist jedermann willkommen, um Musterwohnungen in Augenschein zu nehmen. Anfang Mai sollen die ersten Mieter eingezogen sein, bekräftigte gestern BWZ-Geschäftsführer Wolfgang Stark. Dies setzt intakte, zumindest als Zuwegung benutzbare Außenanlagen voraus. " Wir stimmen unsere Baumaßnahmen sehr eng miteinander ab. Das geht gar nicht anders, denn wir wollen nicht mit dem Generationenhaus fertig sein und eine Baustelle vor der Nase haben ", findet Stark.

Die Außenanlagen am Generationenhaus werden von der Firma Strabag gestaltet – also derselben Firma, die im städtischen Auftrag den Markt gestaltet. Folglich können die Arbeiten am Oberflächenniveau im Schleibank-Bereich gut abgestimmt werden und " aus einer Hand " erfolgen.

Gestern wurde ferner zum Baufortgang im südlichen Marktbereich beraten. Auf Volksstimme-Nachfrage informierte Köhler anschließend zum angestrebten weiteren Fortgang. Demnach soll, beginnend in der letzten März-Woche, eine Baustellen-Zufahrt neu angelegt werden. Diese soll von der Fuhrstraße aus Richtung Alter Teich kommend gegenüber des Kaufland-Parkplatzes nach rechts abzweigen, am Giebel des dortigen Wohnblockes entlangführen und etwa am einstigen Standort des Kaufhauses in eine Abstell- und Parkfläche münden. In der Folge soll die Markt-Einmündung für jeglichen Verkehr verschlossen werden. Zu Fuß sind alle Geschäfte und Wohnhäuser entlang der Kommunalen Beschäftigungsagentur zu erreichen, auch das Wechseln auf die östliche Markt-Seite wird möglich sein.

Die Vollsperrung wird nötig, um eine Fernwärmetrasse quer über den südlichen Marktbereich neu zu verlegen und um die derzeit noch als Fahrbahnhälfte vorhandene Verkehrsfläche in Angriff zu nehmen. Auch hier werden als Erstes archäologische Untersuchungen einsetzen. Details zum weiteren Ablauf würden dieser Tage in eine konkrete Bauablaufplanung einfließen, " und mit den Anwohnern wollen wir das auch erst besprechen ".