Das Hangeln von einem Partner-Jahresvertrag zum nächsten für die Zerbster Gewerbefachausstellung (Gfa) hat vorerst ein Ende. Mit den Unterschriften langjähriger Partner und Hauptsponsoren verlängert sich die Kooperation nun stillschweigend bis mindestens 2020.

Zerbst l Die Finanzierung der Zerbster Gewerbefachausstellung durch die Hauptsponsoren Kreissparkasse Anhalt-Bitterfeld, die Volksbank Dessau-Anhalt und den Landkreis Anhalt-Bitterfeld, ist bis 2020 gesichert. Dies wurde am Donnerstag im Büro des Zerb-ster Bürgermeisters Andreas Dittmann gemeinsam mit den Vorstandvorsitzenden Markus Klatte (Kreissparkasse) und Manfred Bähr (Volksbank) sowie Landrat Uwe Schulze auch schriftlich festgesetzt.

"Wir wollen die Zusammenarbeit heute auf eine neue Ebene heben", schickte Dittmann der offiziellen Unterzeichnung voraus. "Damit stellen wir die Zukunft der Gewerbefachausstellung auf eine neue rechtliche Grundlage" erklärte Landrat Schulze. Und dies zurecht. Schließlich sei die Zerbster Gfa die traditionsreichste und älteste durchgehende Veranstaltung in dieser Art im Landkreis Anhalt-Bitterfeld.

Neben der vertraglichen Neuregelung, gibt es auch ein organisatorisches Novum. Die Gfa wird von Beginn an für Fachpublikum und Besucher gleichermaßen geöffnet. "Davon erhoffen wir uns noch mehr Attraktivität", so der Stadtchef.

Überzeugend genug, um seine Unterschrift unter den Vertrag zu setzen fand Vorstandsvorsitzenden der Kreissparkasse Anhalt-Bitterfeld Markus Klatte die neue Terminierung der Gfa im Frühjahr. "Jetzt haben die Interessenten zu einem noch besseren Zeitpunkt die Möglichkeit, sich kundig zu machen." Er vermutet, dass dies für den einen oder anderen eine zusätzliche Motivation sein wird, sich auf der Zerbster Gfa noch einmal umzuschauen.

Landrat Schulze macht auf die kuriose Umkehrung der Situation innerhalb kürzester Zeit aufmerksam: "Noch vor ein paar Jahren war es die große Suche nach Ausbildungsplätzen, jetzt suchen die Betriebe Lehrlinge." Für Manfred Bähr von der Volksbank Dessau-Anhalt muss in diesem Zusammenhang vor allem die Frage geklärt werden: "Wie schaffen wir es, die jungen Menschen frühzeitig so zu informieren, dass die Fehlentscheidungen in Sachen Ausbildung geringer werden und sie schneller in unsere Wirtschaft integriert werden können?" Der Vorstandsvorsitzende erhofft sich durch die längerfristige Unterstützung der Gfa, dass das Angebot künftig noch ausgiebiger genutzt wird.

Auch die Bedingungen der Ausbildung im Landkreis kamen zur Sprache. "Die Frage nach dem Berufsschulstandort ist eine, die den Ausbildungsbetriebe längerfristig ein Anliegen ist", wendet sich Dittmann an Landrat Schulze. Stichwort: Dessau statt Bitterfeld. Beide wissen, dass dies ein Zukunftsfrage ist, denn die durch Fördermittel bezuschussten Berufsschulstandorte müsse man auch entsprechend auslasten, so der Landrat.

Was den Vertragsschluss für die Gfa betrifft, war Dittmann zufrieden: "Wir können nur den Rahmen bieten, rocken müssen es die Ausstellungsbetriebe."