Wittenberg / Zerbst. " Wir haben lange über die Strukturen diskutiert. Jetzt sollten wir wieder was machen. Und das kann nur besser werden für die Region. " So kennzeichnet Prof. Rolf Budde, Vorsitzender des Tourismusverbandes TourismusRegion Wittenberg, gestern das künftige Zusammengehen seines Verbandes mit dem Tourismusverband Anhalt-Wittenberg. Am Dienstagabend hat der 53 Mitglieder zählende Verband in Wittenberg " bei sehr guter Beteiligung ", so Geschäftsführerin Elke Witt, mehrheitlich den Beschlüssen zugestimmt. Für den Tourismusverband Anhalt-Wittenberg war dies bereits am 3. März in Dessau-Roßlau geschehen ( die Volksstimme berichtete ).

Nächste Schritte werden die Unterzeichnung des Verschmelzungsvertrages beim Notar durch die beiden bisherigen Verbandsvorsitzenden Rolf Budde und der Zerbster Bürgermeister Helmut Behrendt und die erste gemeinsame Mitgliederversammlung sein. Bis Sommer sollte dies aus Wittenberger Sicht geschehen sein.

Sie sehen ihren bisherigen Verband auch künftig im Grunde weiter in seinen Strukturen und Projekten erhalten. Die Anhalt-Wittenberger, die stets ein Zusammengehen auf Augenhöhe betont haben, schmelzen darin auf. " Sonst hätten beide Verbände aufgelöst. und ein neuer Verband gebildet werden müssen ", erklärt dies Prof. Budde gestern. " Das ist aber nicht mehr strittig. ".

Der auf beiden Mitgliederversammlungen beschlossene Satzungsentwurf sieht neben der Geschäftsstelle in Wittenberg eine weitere in Dessau-Roßlau vor. " Anhalt-Dessau-Wittenberg " soll der Name des neuen Verbandes sein. " Ein Arbeitstitel, über den man bestimmt noch mal reden muss ", sagt der Verbandsvorsitzende.

Grundsätzlich sehen er wie Geschäftsführerin Witt im neuen Verband die Chance, mehr Projekte für die Region zu entwickeln und Besucher länger zum Bleiben zu bewegen. Wesentlich für Rolf Budde ist dabei zum Beispiel die Marke " Luther-Bauhaus-Gartenreich ".

Im Gegensatz zum Anhalt-Wittenberger Verband hat " TourismusRegion Wittenberg " weniger kommunale, sondern zu 80 Prozent Mitglieder wie Hoteliers, Gastronomen und ähnliche. Für sie wird es in den neuen Strukturen künftig gestaffelte Beiträge geben. Kommunen und Kreise sollen 0, 25 Cent je Einwohner zahlen.