Wer nähen kann, ist besser dran - in Nutha erfreuen sich Nähkurse eines großen Zuspruchs.

Nutha l Einkaufsbeutel, Osterkörbchen, Klammerkleid - "Man guckt sich noch einige Sachen ab", so Jutta Tuchen aus Lindau, die beim jüngsten Nähkurs bei den LandFrauen in Nutha mit dabei war. "Und man kriegt alles fachmännisch erklärt", ergänzte sie. Zum Beispiel hätte sie wohl nie so saubere Ecken hingekriegt...

Grund genug, dass auch erfahrene Hausfrauen noch den Kurs besuchen. Für Jutta Tuchen, die gerne näht und deren Hobby Handarbeiten allgemein sind, war es das erste Mal, dass sie im Kornmuseum dabei war.

Viele sind "Wiederholungstäter", können gar nicht genug kriegen. Gerade gingen zwei Kurse - einer nachmittags und einer abends - mit vier Veranstaltungen von zirka 2,5 Stunden mit jeweils acht Teilnehmern zu Ende. Die LandFrauen der Ortsgruppe Nutha haben die Kurse über den Landesverband nach Nutha geholt. Über die Management@home-Veranstaltungsreihe wird das Ganze organisiert und gefördert, so dass Traudel Bornowski als Expertin für die Kurse zur Verfügung steht.

Für die Frau aus Bra¨sen, die von Hause aus Diplominge- nieur fu¨r Textiltechnik ist, war es nun schon das vierte Mal in Nutha. "Es macht Freude hier zu arbeiten", sagte sie, "hier sind immer alle sehr interessiert und aufnahmefreudig." Auch das Drumherum in der Aktivwerkstatt stimmt. Nicht zuletzt ist es der engagierten Vorbereitung von Birgit Herrmann, Sylvia Rothe und Roswitha Schödter zu verdanken, dass die Kurse im Kornhaus durchgeführt werden können.

Was genäht wird, schlägt Traudel Bornowski vor, hat Anregungen dabei. Dabei richtet sich die Fachfrau natürlich nach dem Niveau der Gruppe. Aber Anfänger waren in dieser Runde keine dabei. Da können dann auch die Wünsche der Teilnehmer berücksichtigt werden. So hatte sich Birgit Herrmann, die bereits ihren dritten Kurs absolvierte, zum Beispiel ein Oberteil vorgenommen, das sie in einer kleinen Größe für ihre Enkelin erworben hatte. Das Stück musste nun auf die richtige Größe übertragen und zugeschnitten werden. Ob das wohl was würde, war man anfangs skeptisch, aber bei der Anprobe sah es ganz gut aus...

Das zweite Mal mit von der Partie war Edeltraud Bewersdorf aus Nutha, die gerade an einer Mitteldecke arbeitete. "Es macht Spaß", erklärte sie, "hier lernt man noch Kniffe, die ich vorher nicht kannte". Mit den mordernen Maschinen gebe es außerdem immer mehr Möglichkeiten.

Nun, der nächste Nähkurs kommt bestimmt. Die Nachfrage ist groß. Wie zuletzt finden Interessenten vor allem über Mundpropganda nach Nutha. Großartig Werbung braucht die LandFrauengruppe da nicht zu machen, hat die Erfahrung gezeigt.

 

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