Die Radfahrerkirche Steckby ist seit ihrer Ero¨ffnung am 4. Mai 2008 eine Erfolgsgeschichte fu¨r die kleine do¨rfliche Gemeinde. Am Sonnabend fällt der Startschuss für die neue Radfahrerkirchensaison.

Steckby l Ein Konzert soll es diesmal am späten Sonnabendnachmittag zur Eröffnung der neuen Radfahrerkirchensaison geben. Zu Gast ist der Stadtchor aus Zerbst unter der Leitung von Karin Spott. Beginn der Veranstaltung ist um 17 Uhr in der St. Nicolaikirche. Steckbyer, Gäste aus den benachbarten Dörfern, der Stadt und alle Radfahrfreunde sind dazu eingeladen. Wer möchte, kann sein Fahrrad mitbringen, um anschließend in der Gemeinschaft die symbolische Runde durch das Elbdorf zu drehen.

Rund 10900 Besucher konnten seit der Eröffnung insgesamt willkommen geheißen werden, davon kamen 2014 16 Prozent aus Niedersachsen, 15 Prozent aus Nordrhein-Westfalen, elf Prozent aus Baden-Württemberg, zehn Prozent aus Bayern, Sachsen und Sachsen-Anhalt, acht Prozent aus Berlin/Brandenburg, sechs Prozent aus Schleswig-Holstein und Sylt. Aus Mecklenburg-Vorpommern und Ru¨gen kamen noch drei Prozent der Gäste, ebenso aus der Region Hamburg. Thüringer und Bremer sind mit je zwei Prozent in der Statistik vertreten, mit einem Prozent Hessen, das Saarland und Rheinland-Pfalz.

Von den rund 1050 Besuchern im vergangenen Jahr kamen zum ersten Mal die meisten Radfahrer und Radfahrerinnen aus Niedersachsen, gefolgt von Nordrhein-Westfalen und Baden-Wu¨rttemberg und verdra¨ngten so in der Gesamtbilanz seit der Ero¨ffnung die Radler aus Bayern auf Platz fünf.

Die Besucheranteile aus Mecklenburg-Vorpommern und Ru¨gen gingen zuru¨ck, genauso wie die Besucheranteile aus Hessen, der Region Hamburg und Sachsen-Anhalt, alle um jeweils ein bis sechs Prozent. Deutlich zugenommen haben dagegen Besucher aus Schleswig-Holstein und Sylt. Leichte Zuwa¨chse waren auch bei Besuchern aus Bayern, dem Saarland, Rheinland-Pfalz und Thu¨ringen zu verzeichnen. Dagegen ging der Anteil der Besucher aus Baden-Wu¨rttemberg, Hessen und der Region Hamburg erstmalig leicht zuru¨ck.

Der Anteil der ausla¨ndischen Ga¨ste ist im Jahr 2014 unvera¨ndert geblieben und stellt mit rund elf Prozent aller bisherigen Besucher einen gleichbleibenden Anteil dar. In der La¨nderwertung gibt es allerdings starke Unterschiede. So kamen bis 2014 insgesamt anteilig an den ausla¨ndischen Besuchern 28 Prozent aus der Schweiz, 19 Prozent aus Tschechien, elf Prozent aus den Niederlanden, acht Prozent aus O¨sterreich, 19 Prozent aus Frankreich und 15 Prozent verteilen sich auf Belgien, Luxemburg, Schweden, Singapur und Ungarn. Die Schweiz bleibt aber u¨ber alle Jahre hin unangefochten sta¨rkste ausla¨ndische Nation mit fast einem Drittel aller die Radfahrerkirche von außerhalb Deutschlands besuchenden Ga¨ste. Deutliche Zuwa¨chse gab es aber insbesondere 2014 aus Frankreich und Tschechien.

Viele Eintragungen im Anliegenbuch der Kirchengemeinde zeugen von der Freude u¨ber die offene Kirche. "Wir geben uns Mu¨he, dass wir die Besucher auch 2015 nicht entta¨uschen", so Boris Krmela vom Gemeindekirchenrat. Die Steckbyer hoffen, dass sich die Gäste auch in diesem Jahr wieder auf der großen Karte im Vestibu¨l der Radfahrerkirche mit einem Punkt zu ihrem Heimatort eintragen und damit ihr Zuhause verraten.

Die Steckbyer Kirche, die Radfahrerkirche und gleichzeitig Pilgerkirche am Lutherweg ist, ist seit Ostern nun wieder bis zum Reformationsfest durchga¨ngig von 8 bis 20 Uhr - im Sommer auch bis 22 Uhr - geo¨ffnet. Besucher sind eingeladen, sich einzulassen auf das, was sie erwartet, und ein bemerkenswertes Stu¨ck Steckby zu entdecken.