Fotokunst können Besucher vom 17. bis 19. April in der Essenzen-Fabrik in Zerbst erleben. Für die Volksstimme öffnete Künstler Gerd-Dieter Köther den Ausstellungsraum schon einmal vorab. Er sucht außerdem Fotomodelle für eine Katharina-Ausstellung in der Stadt.

Zerbst l Mit seiner Ausstellung will der Nordener Künstler Gerd-Dieter Köther vom 17. bis 19. April in der Essenzenfabrik den Blick der Besucher auf Mythen und Portraits lenken. Als klassischen Fotokünstler sieht er sich nicht: "Das Foto selbst ist mir nicht so wichtig, viel mehr die Bearbeitung im Anschluss", sagt er. Wer sich Köthers Werke anschaut, der weiß auch ganz schnell, was er meint. Zwei seiner Lieblingsbilder nennt er liebevoll die "Mona-Friesa". Ein Bild einer jungen, blonden Schönheit hat er einmal zu einem Bild verarbeitet, das da Vincis "Mona-Lisa" sehr ähnelt, ein anderes Mal hat er die Dame vor einen Hintergrund eines friesischen Deiches mit Segelboot montiert. "Das Bild der jungen Dame ist beides Mal das gleiche, nur eben anders bearbeitet", erklärt er.

Gruppen von Menschen als Fotoserien interessant

Für gewöhnlich schafft der Nordener Fotoserien. Köther sagt: "Mir geht es nicht so sehr um Individuen, mehr um Gruppen von Menschen mit Gemeinsamkeiten." Das können mal Schüler einer Klasse sein oder auch Mitarbeiter einer Abteilung. Und so kommt es auch nicht von ungefähr, dass seine Ausstellung zum großen Teil aus solchen Serien besteht. Ob heroische Frauenbilder aus verschiedenen geografischen und politischen Gegenden oder Damen mit Schwimmbrillen, Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Bilder drängen sich dem Betrachter mal schneller und mal erst nach eingehender Betrachtung auf.

Nach Zerbst hat es den Norddeutschen verschlagen, weil er schon seit seiner Jungend mit Stephanie Kölling, der Betreiberin der Essenzen-Fabrik, befreundet ist. "Wir haben uns vor einer Weile getroffen und beschlossen, seine Bilder auch mal in Zerbst zu zeigen", sagt Stephanie Kölling.

Fotomodelle für Katharina-Ausstellung gesucht

Im Rahmen seiner Ausstellung in der Essenzen-Fabrik will Köther auch auf die Geschichte der Region zurückgreifen. Für eine neue Fotoserie sucht er Frauen aus Zerbst, die Katharina heißen und sich von ihm in einem Plüschsessel ablichten lassen. "Natürlich dürfen es nicht nur Katharinas sein, auch alle Damen mit den Namen Kati oder Kathrin in sämtlichen Schreibweisen dürfen sich gern an der Aktion beteiligen", sagt er.

Die Einschränkung beim Namen der Damen sei aber auch die einzige, bei allen anderen Eigenschaften seiner Fotomodelle sei er flexibel. Im Nachgang der Entstehung der Bilder stimmen dann Künstler und Modell ab, wie und wann die Katharina-Bilder verwendet werden können. "Ich hoffe, dass sich ganz viele Katharinas einfinden am 18. April, denn ich würde gern im Anschluss an diese Fotoaktion eine weitere Ausstellung mit den Bildern hier in Zerbst organisieren", so Köther.

 

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