Zerbst l Für einen gleich doppelt guten Zweck standen rund 60 Schüler zweier achter und einer neunten Klasse des Francisceums in Zerbst am Sonnabend außergewöhnlich früh auf. Sie pflanzten Bäume - das ist gut für die Umwelt - und bekamen dafür etwas Geld - das ist gut für die Klassenkasse.

Unter Aufsicht des Revierförsters Toren Reis und seiner Mitarbeiter, Forstwirt Peter Weise und Forstwirtschaftsmeister Mario Kleest, forsteten die Jungen und Mädchen gemeinsam mit ihren Lehrern zwischen Bärenthoren und Grimme eine Brachfläche wieder auf. Seit 2010 besteht die Kooperation zwischen dem Zerbster Gymnasium und dem Forstbetrieb Anhalt. Seitdem haben die Schüler mehr als 70 000 Bäume gepflanzt, weiß der Revierleiter Reis zu berichten. "Allein heute werden sie insgesamt rund 12 000 Bäume pflanzen", machte er deutlich. An den kommenden beiden Sonnabenden werden ihre Schulkameraden aus vier weiteren Klassen noch mehr Bäume setzen. "Insgesamt sind für dieses Frühjahr 28 000 Bäume geplant", sagte Reis. "Die Pflanzaktionen fördern den Klassenzusammenhalt", fügte er an, und da auch oft Eltern und Geschwister dabei sind, sei es für viele Schüler eine neue Erfahrung, mit den Familienmitgliedern Bäume zu pflanzen. Über die richtige Pflanztechnik wachen die Forstleute dabei ebenso wie darüber, dass mit "Liebe gepflanzt wird", wie Reis meinte.

Der Einsatz dauerte rund fünf Stunden. "Am Anfang waren sie ziemlich euphorisch, nun werden sie langsam müde", sagte er gegen Mittag und schmunzelte. "Aber sie werden es schaffen", fügte er an.

Die Achtklässlerinnen Paula Kestler und Emma Grey arbeiteten zusammen. Ob sie mal Fortswirtschaft studieren wollen - diese Frage verneinten sie mit einem Lächeln. Spaß mache es aber trotzdem einigermaßen. Schließlich sei es ja für die Klassenkasse.

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