Zerbst / Dessau-Roßlau. Im Gesamtbereich Dessau-Roßlau beträgt die Arbeitslosenquote im März 13, 6 Prozent und erreicht somit die geringste Quote in diesem Monat seit elf Jahren. Nach dem starken Ansteigen der Arbeitslosenzahlen im Januar und Februar bleiben sie im Monat März stabil. " Am regionalen Arbeitsmarkt passiert doch deutlich mehr, als die Meldungen über die aktuelle Wirtschaftsentwicklung erwarten lassen ", fasst Markus Behrens, Chef der Arbeitsagentur Dessau-Roßlau, zusammen.

Die Geschäftsstelle Zerbst vermeldet einen Rückgang der Arbeitslosenquote zum Vormonat von einem halben auf 13, 4 Prozent. Die geringste Quote im Agenturbezirk weist Bernburg mit 11, 1 Prozent auf. Einen Anstieg, im Vergleich zum Februar, von 0, 3 auf 15, 2 Prozent Arbeitslose musste dagegen die Region Köthen verzeichnen. " Insgesamt haben wir rund zehn Prozent weniger Arbeitslosmeldungen aus Beschäftigung zu verzeichen und ein deutliches Plus bei der Zahl an Abgängen in die Erwerbstätigkeit ", bilanziert Behrens.

Zudem vermeldet die Arbeitsagentur einen leichten Anstieg gemeldeter Stellen auf dem Arbeitsmarkt. In Zerbst sind 145 offene Stelle, die es zu besetzen gilt. In Köthen ( 168 ) und in Bernburg ( 153 ) sieht es ähnlich aus. " Wir haben im ersten Quartal gegenüber dem Vorjahr mehr Stellen zur Vermittlung offeriert bekommen. Den Personalverantwortlichen ist bewusst, dass es immer schwieriger wird, geeignete Mitarbeiter zu finden ", erklärt Behrens die Ursache des Anstiegs.

" Trotzdem kann keine Entwarnung gegeben werden, denn auch der regionale Arbeitsmarkt steht im Zeichen der Krisenauswirkungen ", sieht Behrens auch die Schattenseite der Statistik. So bleiben auch im März 1671 Menschen in Zerbst arbeitssuchend und 945 bleiben Hartz IVEmpfänger, was zum Vormonat eine Verringerung um 5, 5 Prozent entspricht. " Noch spielt die geringere Anbindung der ostdeutschen Wirtschaft an die Exportmärkte eine Rolle ", so der Chef der Arbeitsagentur Dessau-Roßlau.