Das Jahr 2015 steht auf dem Zeltplatz Friedensau im Zeichen der Indianer. Ein Konzert mit Joanne Shenandoah im Mai macht den Anfang, im August folgt ein Zeltlager für Kinder.

Friedensau l Dass man in Friedensau zelten kann, ist wohl kein Geheimnis. Unbekannter dürfte dagegen sein, dass auf dem großzügig bemessenen Areal mit seiner noch großzügiger bemessenen Arena nicht nur Pfadfinder anzutreffen sind, sondern demnächst auch Indianer. Die Zeltplatzleiterin Sabine Schorcht sorgt diesen Sommer mit zwei Veranstaltungen dafür, dass die Ureinwohner Nordamerikas in diesem Jahr zu Ehren kommen und deren Kultur und frühere Lebensweise im Jerichower Land ein gutes Stück bekannter werden.

Den Anfang macht bereits am Sonnabend, 9. Mai, um 19.30 Uhr die Musikerin Joanne Shenandoah. Die Oneida-Irokesin ist eine in den USA gefeierte Musikerin und Komponistin. Derzeit gibt sie auch in Europa in ausgewählten Konzerthäusern Konzerte. Ihre Musik wird als eine Mischung aus Tradition und zeitgenössischer Musik beschrieben.

New York, Rom, Friedensau

Dass die Musikerin und Friedensaktivistin dabei auch einen außerplanmäßigen Abstecher nach Friedensau macht, ist für Sabine Schorcht eine große Ehre: "Wir haben uns bei meiner Reise durch Amerika kennengelernt und ich lud sie zu uns ein." Nach dieser Zusage reiht sich die Friedensauer Arena in eine wahrlich beeindruckende Liste ein: Joanne Shenandoah trat bereits im Vatikan in Rom, im Weißen Haus in Washington, in der Carnegie Hall (New York) und 1994 in Woodstock auf. Nicht nur der Papst, auch der Dalai Lama hörte ihr schon zu.

Sie gilt als eine der führenden Musikerinnen der Ureinwohner Amerikas. Sie selber ist Mitglied des Wolf Clans der Irokesischen Liga. Sie wurde im Jahr 2005 mit einem Grammy Award geehrt.

Vortrag über die Irokesen

Zur Ergänzung des Konzerts am Abend wird ihr Ehemann, Doug Georg-Kanentiio (USA), der ebenfalls zu den Mohawk-Irokesen zählt, dem Publikum am Nachmittag um 15.30 Uhr die Kultur der Irokesen anhand von zahlreichen Beispielen anschaulich näherbringen. Der Vortrag "Die Irokesen - gestern und heute" findet in der Arena statt und kann kostenfrei besucht werden. Tickets für das Konzert gibt es noch. Wer mag, kann auch ein Kombi-Ticket buchen und gleich das ganze Wochenende auf dem Zeltplatz campen. Auch im Gästehaus kann übernachtet werden.

Indianer-Camp für Kinder

Ein weiteres Angebot richtet sich an die jüngeren Indianer-Freunde: Vom 16. bis 23. August findet auf dem Zeltplatz für alle Acht- bis Zwölfjährigen Jährigen das "HEYOKA-Indianercamp" statt, informiert Sabine Schorcht. Versprochen werden Natur, Gemeinschaft und Abenteuer. Es gilt, Wälder zu erkunden, Spuren zu lesen, Freunde finden, Lieder singen, Behausungen bauen, mit Pfeil und Bogen schießen, Feuer entfachen und vieles mehr.

Infos und Anmeldung zu den Veranstaltungen: www.zeltplatz-friedensau.de

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