Bornum l Der Vorschlag im Bornumer Ortschaftsrat kam von Dr. Rainer Prange. Mario Rudolf soll weiter Ortsbürgermeister bleiben. Er habe sich über Jahre die nötige Kompetenz erworben und versucht, die Belange der Ortschaft in der Stadt mit Nachdruck zu vertreten. Einen weiteren Kandidaten gab es nicht. In offener Wahl wurde Mario Rudolf einstimmig wiedergewählt.

"Ich mache das gerne weiter", dankte er für das Vertrauen, "inzwischen bin ich mit Leib und Seele Ortsbürgermeister." Nachdem sein Vater 33 Jahre lang Bürgermeister war, sei er ein bisschen in das Amt reingeschubst worden, erinnerte er sich. Mittlerweile sei er aus dem Schatten herausgetreten und habe sein eigenes Profil entwickelt, "ich mache das wirklich gern."

Nachdem der Ortschaftsrat die Jahresrechnung 2013 und die Entlastung des Bürgermeisters einstimmig bestätigt hat, stand der Haushalt 2015 im Mittelpunkt. Die Ortschaft Bornum bekommt für angesetzte 531 Einwohner 3200 Euro als Verfügungsfond bereit gestellt. Für den Sportplatz werden an Unterhaltung- und Betriebskosten 2100 Euro angesetzt, laut Gebietsänderungsvertrag waren 3100 Euro vorgesehen. Das Landhaus Bornum und die Backhäuser in Kleinleitzkau und Garitz sind mit 6000 Euro Ausgaben kalkuliert. Da im Gebietsänderungsvertrag nur 4800 Euro vereinbart waren, fallen Mehrkosten von 1200 Euro an.

Ein weiterer Ausgabeposten ist die Baumpflege von Ersatzpflanzungen im dritten Jahr mit 1400 Euro. 2600 Euro an Gesamtmehrkosten stehen für die Ortschaft unterm Strich. Der Finanzplan sieht Ausgaben von 3700 Euro für die Alarmierung in der Stärkefabrik vor. Der Rücklagenbestand ist negativ.

Richtig nachvollziehbar war einiges nicht für die Bürgervertreter. Zum Beispiel bringt das Landhaus mehr Einnahmen als angesetzt, oder warum die Baumpflege überhaupt enthalten ist. Prange führte die zwei Räume im Landhaus an, die von der Feuerwehr genutzt werden, folglich müssten die Betriebskosten herausgerechnet werden.

Auch besteht der Wunsch, eine Anpassung vorzunehmen auf einen einheitlichen höheren Satz als die sechs Euro Zuschuss pro Einwohner - für alle Ortschaften gleich. Darüber sollte im Stadtrat beraten werden, war man sich einig. Mittel aus Einsparungen für geringere Aufwandsentschädigungen für Ortschafts- und Stadträte müssten zum Beispiel vorhanden sein.

Die Zustimmung zum Haushalt war zwar einstimmig, erfolgte aber unter Berücksichtigung, dass die Leaderprojekte der Ortschaften mit in die Planung aufgenommen werden. Vor allem gehe es um die Projekte, die von den Ortschaften mit der Stadtverwaltung besprochen und bei der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) gemeldet wurden, erklärte Mario Rudolf. Die von der Stadt gemeldeten Projekte wurden in der LAG-Beratung Anfang März von den LAG-Mitgliedern per Beschluss bestätigt.